TU DARMSTADT ENTWICKELT WOHNWERTBAROMETER

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Im Sommer 2009 will die Technische Universität Darmstadt einen Prototyp des ersten Zertifizierungssystems für Nachhaltigkeit der Wohnungswirtschaft vorgestellen, das sie derzeit im Auftrag des Bundesamts für Bauwesen und Raumordnung entwickelt. Geleitet wird das Projekt der TU Darmstadt, Fachbereich Architektur, Entwerfen und Energieeffizientes Bauen von Prof. Manfred Hegger. Das ganzheitliche Erfassungs- und Bewertungssystem nachhaltiger Wohnqualität soll neben quantitativen vor allem qualitative Aspekte wie Wohlbefinden, Identität und soziale Bezüge einbeziehen und eine differenzierte Gewichtung der Kriterien sowie eine mehrdimensionale Ergebnisdarstellung ermöglichen. Damit stellt das Wohnwertbarometer das erste Zertifizierungssystem für Nachhaltige Wohnqualität der Wohnungswirtschaft dar.Das speziell für die Wohnungswirtschaft entwickelte System soll eine transparente und nachvollziehbare Darstellung von Gebäudebeständen zulassen, aus der sich Handlungsempfehlungen für eine nachhaltige Bestandsentwicklung ableiten lassen. Die Forschung zum Wohnwertbarometer lief bereits 2008 an und wird nun voraussichtlich im Juni 2009 beendet. Mit Unterstützung des Praxispartners Pirelli RE wurden in zwei Phasen Tests am Bestand des Unternehmens durchgeführt, um so die Kriterienauswahl und den Datenerhebungsvorgang zu optimieren. Diese Testphasen sind nun abgeschlossen. Parallel entwickelt die TU Darmstadt auch eine Online-Plattform, in der Wohnimmobilien-Bestände von Eigentümern und Investoren nach den Kriterien des Wohnwertbarometers bewertet werden können. Anhand dieser Bewertungen können Mietinteressenten und Planer dann gezielt nach Objekten suchen. Damit stellt das Wohnwertbarometer in einem interaktiven Prozess den individuellen Wohnwert dar und ebnet den Weg für nachhaltige Wohnqualität. "Das Wohnwertbarometer ist ein transparentes Zertifizierungssystem und wird der Immobilienwirtschaft helfen, sich durch die Bewertung von qualitativen Kriterien im Wettbewerb zu positionieren", erklärt Wolfgang Weinschrod, Geschäftsführer Pirelli RE Deutschland.