Nach Angaben des Umweltbundesamts (UBA) lagen die Emissionen 2007 bei 981,3 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten. Damit wurden 24 Millionen Tonnen (2,4 Prozent) weniger emittiert als 2006.
Gegenüber 1990 konnten die Emissionen somit um 20,4 Prozent gemindert werden. Die im Rahmen des Kyoto-Protokolls getroffene Selbstverpflichtung Deutschlands, die Emissionen bis 2012 um 21 Prozent zu senken, scheint damit fast erreicht. "Grund für die geringeren CO2-Emissionen sind vor allem gesunkene Nachfrage nach Öl und Gas infolge der starken Preisanstiege für diese fossilen Energieträger sowie überdurchschnittlich hohe Temperaturen", sagte Prof. Dr. Andreas Troge, Präsident des UBA. Dies seien jedoch Einmaleffekte, die den fortgesetzten Rückgang nicht sicherten. Einmalig habe sich auch die Mehrwertsteuererhöhung ausgewirkt, die laut UBA zu verstärktem Einkauf von Erdöl und Erdgas Ende 2006 geführt haben und sei somit nicht in die Bilanz von 2007 eingegangen. Die Nahzeitprognosen (http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-presse/2008/pdf/pd08-016-1.pdf) beinhalten zudem eine Übersicht über die Emissionsentwicklung der einzelnen Treibhausgase sowie eine Aufteilung der Verursacheranteile nach Industrieprozessen und nach energiebedingten Emissionen, verteilt auf die einzelnen Energieträger. Die beim BBU organisierte Wohnungswirtschaft der Hauptstadtregion hat die Emissionen ihrer Bestände seit 1990 sogar um über 25 Prozent reduzieren können. "Die Kyoto-Ziele sind hier also schon jetzt deutlich übertroffen worden", so BBU-Vorstandsmitglied Ludwig Burkardt. Die hohen Investitionen, die die Wohnungsunternehmen in Instandsetzung, Instandhaltung und Modernisierung ihrer Bestände geleistet hätten, würden sich so auszahlen. "Außerdem heizen die Mieterinnen und Mieter als Reaktion auf die Preisexplosion immer weniger. Das ist eine Entwicklung, die wir mit Sorge beobachten." Mit dem Klimaschutzabkommen zwischen BBU und Berliner Senat sollen die CO2-Emissionen der Bestände der Berliner BBU-Mitgliedsunternehmen in den kommenden Jahren um weitere rund 100.000 Tonnen verringert werden.