Im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft hat sich Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee heute in Hamburg auf einer Fachkonferenz nochmals betont, dass eine integrierte Stadtentwicklungspolitik zu den Schwerpunktthemen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft gehöre.
"Baukultur ist ein ganz wesentlicher Aspekt einer Stadtentwicklung der Zukunft. In Europa sind Städte die Motoren gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Entwicklung. Deswegen muss die Stadtentwicklung in der europäischen Politik künftig eine wichtigere Rolle spielen. Hier entscheidet sich nicht nur, ob die Menschen in einem guten sozialen Umfeld leben, hier wird europäische Integration für die Menschen erlebbar", sagte Tiefensee. Tiefensee stellte in Hamburg die Studie "Baukultur als Wachstumsimpuls - gute Beispiele für Europa" vor. Die Studie dokumentiert zum ersten Mal an elf ausgewählten Städten, darunter Glasgow, Bordeaux, Bilbao, Dublin und Berlin, Beiträge für eine nachhaltige Stadtentwicklung. Ergebnis: Wenn die Städte im 21. Jahrhundert überleben und im Wettbewerb bestehen sollen, so müssen sie baukulturelle und städtebauliche Konzepte entwickeln, die gut miteinander harmonieren. Wenn diese Konzepte durch einen integrierten Entscheidungsprozess gefunden werden, auf dem lokalen Charakter beruhen und eine große Qualität haben, dann profitieren davon Gesellschaft und Wirtschaft. "Die Studie zeigt, dass sich Investitionen in Stadtentwicklung lohnen. Sie strahlen aus auf viele Themen, die für die Zukunft Europas von großer Bedeutung sind. Zum Beispiel in den Bereichen Verkehr, Wirtschaft, Soziales und Umwelt. Baukultur und Stadtentwicklung gehören auf die Bühne europäischer Politik. Dafür will ich bei meinen Ministerkollegen aus den EU-Mitgliedsstaaten beim informellen Ministertreffen in Leipzig am 24. und 25. Mai werben. In Leipzig wollen wir eine Charta zur nachhaltigen europäischen Stadt verabschieden", so Tiefensee.