Dies erklärte er am 18. April auf dem 2. Bundeskongress zur Nationalen Stadtentwicklungspolitik in München. Der Bundesbauminister stellte dabei die Politik einer nationalen Stadtentwicklung vorgestellt.
Auf dem zweiten Bundeskongress diskutierten über 800 Teilnehmer die Ergebnisse der rund 45 im Rahmen der 2007 gestarteten Bundesinitiative laufenden Modellprojekte. Die Projekte waren aus über 300 Vorschlägen nach dem ersten Kongress 2007 ausgewählt worden. Der Bund trägt rund 50 Prozent der Projektkosten. Nun beginnt die zweite Förderrunde: Projektvorschläge können bis zum 30.6.2008 eingereicht werden. Der Projektaufruf richtet sich an Kommunen, Verbände, Vereine und andere Initiativen für die Stadt. Die Projekte sollten in einen oder mehrere der fünf Schwerpunktthemen der Nationalen Stadtentwicklungspolitik passen: "Bürger für ihre Stadt aktivieren - Zivilgesellschaft", "Chancen schaffen und Zusammenhalt bewahren - Soziale Stadt", "Die Stadt von morgen bauen – Klimaschutz und globale Verantwortung", "Städte besser gestalten - Baukultur" und "Die Zukunft der Stadt ist die Region - Regionalisierung". Der Minister hob hervor, dass die Städte die Zukunft des Landes seien. Entwicklungen wie die Urbanisierung der Gesellschaft, die globalisierte Wirtschaft und die demografischen Veränderungen stellten die Städte vor enorme Herausforderungen. Es gelte, Städte im Kontext der Regionalentwicklung der sie umgebenden ländlichen Räume – "sozusagen in Verantwortungsgemeinschaft" - zu entwickeln. Ziel sei es, dass sich Bürger, Unternehmen und Verwaltung gemeinsam für die Stadt und die Region engagierten, dass Bund, Länder und Gemeinden noch mehr an einem Strang ziehen, so Tiefensee. Mit der Nationalen Stadtentwicklungspolitik haben sich erstmals die für Stadtpolitik Verantwortlichen bei Bund, Ländern und Gemeinden zu einem Kreis zusammengeschlossen. "Die drei Hauptziele der Nationalen Stadtentwicklungspolitik sind die Wettbewerbsfähigkeit der Städte sicher zu stellen, die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in allen Landesteilen aufrecht zu erhalten und durch ökologische Stadterneuerung einen Beitrag zur Klima- und Energiepolitik zu leisten", erläuterte Tiefensee.Der Präsident des Städte- und Gemeindebundes, Bautzens Oberbürgermeister Christian Schramm sagte: "Stadtentwicklung geht alle an. Die große Beteiligung gerade der Klein- und Mittelstädte an dieser Initiative zeigt, dass gute Ideen auch aus diesen Städten kommen. Die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Bürgerinnen und Bürgern, der Wirtschaft und den Nachbarkommunen ist in den kleineren Gemeinden sehr kreativ und ausgeprägt."