Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee zog anlässlich der Jahreswende eine positive Bilanz bezüglich der Ergebnisse des CO2-Gebäudesanierungsprogramms im Jahr 2006. "Seit Beginn des Programms wurden bereits energetische Sanierungen an mehr als einer halben Million Wohnungen unterstützt und somit ein wirksamer Beitrag für die energetische Sanierung des Wohnungsbestandes geleistet, " sagte Tiefensee.
Dabei leiste die Wohnungswirtschaft in ökologischer Hinsicht einen entscheidenden Beitrag. So sei zwischen 1990 und 2005 der Energieverbrauch der im GdW organisierten Wohnungsunternehmen um 14 Prozent reduziert worden, womit das Kyoto-Ziel von zwölf Prozent bereits heute übertroffen sei.Die von Bund und KfW gestartete Förderinitiative "Wohnen, Umwelt, Wachstum" habe die Erwartungen der Beteiligten übertroffen. Seit Februar 2006 hat die KfW Förderbank im Rahmen dieser Initiative in den Programmen "CO2-Gebäudesanierung", "Wohnraum Modernisieren" und "Ökologisch Bauen" mehr als 180.000 Kredite mit einem Gesamtvolumen von rund 9,4 Mrd. Euro zugesagt. Damit wurde das Ergebnis des Vorjahres verdreifacht. Allein im CO2-Gebäudesanierungprogramm waren es rund 41.000 Kredite mit einem Volumen von 3,3 Mrd. Euro. Positives Ergebnis der Programmumsetzung sei neben sinkender Energiekosten in den sanierten Gebäuden die Abnahme des CO2-Ausstoßes. Nach Einschätzung des Ministers würden die sanierten Wohnungen künftig jedes Jahr etwa 0,9 Mio. Tonnen CO2 weniger ausstoßen als im unsanierten Zustand. Fast die Hälfte der Antragsteller im CO2-Gebäudesanierungprogramm hätten ihre Bestände auf ein energetisches Neubau-Niveau nach der Energieeinsparverordnung modernisiert. Anstelle der geplanten einer Mrd. Euro habe der Bund in 2006 insgesamt 1,5 Mrd. Euro für Zuschussverbilligung und Tilgungszuschüsse zur Verfügung gestellt. 265.000 Wohnungen können damit energetisch modernisiert werden. Dadurch sei die energetische Gebäudesanierung für 2007 gut aufgestellt: "Stabilisierung auf hohem Niveau, steigende Effizienz in energetischer und finanzieller Hinsicht und Vereinfachung der Förderbestimmungen sind unsere Ziele für die Folgejahre, " so Tiefensee. Wie bereits in den BBU-Medien berichtet, starten im Januar die von Bund und KfW eingeführte Zuschusskomponente für Wohngebäudesanierungen sowie die Förderung der energetischen Sanierung von Schulen, Turnhallen, Kindertagesstätten und Vereinsgebäuden.