"Die demografische Entwicklung der Gesellschaft wird auch die Entwicklung unserer Städte beeinflussen", sagte Wolfgang Tiefensee, Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung auf dem Baumeistertag in Weimar am 18. Mai 2007. Verkehr-, Raum- und Stadtentwicklungspolitik müssen noch besser verzahnt werden, um den entstehenden Anforderungen auch räumlich besser begegnen zu können.
"Das bedeutet: Die Stärken stärken. Doch auch wenn einzelne Standorte gezielt gefördert und miteinander vernetzt werden, halten wir weiter am Prinzip der zentralen Orte fest. Das garantiert eine grundlegende Daseinsvorsorge im ganzen Bundesgebiet", sagte der Minister. Eine Bevölkerung mit einem höheren Anteil älterer Menschen sei ein Zeichen von Wohlstand und ein gesellschaftlicher Stabilitätsfaktor. Da diese Entwicklung aber nicht gleichzeitig erfolge, sondern regional sehr unterschiedlich ausfalle, gehe es darum, den regionalen und sozialen Zusammenhalt der neu entstehenden Gesellschaft zu stärken und die Städte als Lebensraum anzupassen. Mobilität im Alter und die aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben müssen so lange wie möglich gewährleistet werden. Ziel sei es, diese Entwicklungen aktiv zu begleiten und die Chancen, die im demografischen Wandel liegen, zu nutzen, so Tiefensee. Der diesjährige Baumeistertag des Bundes Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure e.V. (BDB) fand in Weimar statt und stand unter dem Motto "Zukunft Stadt - Demografischer Wandel und Erneuerung".