TECHNISCHES FACHGESPRÄCH ZUM THEMA "KOMFORTLÜFTEN"

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Am 23. Juni 2009 hatte der BBU zum Technischen Fachgespräch "Komfortlüftung im Wohnungsbestand – Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung" in das Haus der Wohnungswirtschaft geladen. Neben einem informativen Vortrag bot sich den Teilnehmern die Gelegenheit, auf dem Grundriss einer Dreizimmerwohnung selbst die Komponenten einer Zu- und Abluftanlage aufzubauen. In dem Fachgespräch wurden folgende wesentliche Punkte thematisiert: Wesentliche Kriterien für den Einsatz einer Zu- und Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung sind der Komfort und die Schimmelpilzvermeidung. Lüftungsanlagen sollten in der Zuluft mindestens mit einem F7-Filter ausgestattet sein, der Feinstaub und Pollen zurückhält. Eine rein wirtschaftliche Darstellbarkeit ist nicht erreichbar. Die Investitionskosten lagen bei dem vorgestellten Beispiel bei ca. 60 bis 67 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche brutto (inklusive Mehrwertsteuer), d.h. bei ca. 3.600 bis 4.000 Euro pro Wohneinheit (60 Quadratmeter). Betriebskosten entstehen durch den Stromverbrauch der Ventilatoren und die Wartung, insbesondere den jährlichen Filterwechsel. Sie betragen ca. 80 bis 120 Euro pro Wohneinheit und Jahr. Demgegenüber stehen Energiekosteneinsparungen durch die Wärmerückgewinnung in etwa der gleichen Größenordnung. Die Tendenz geht offenbar zum Einsatz wohnungszentraler Lüftungsanlagen, gebäudezentrale Anlagen bereiten meist Schwierigkeiten im Bereich Brandschutz und Schallschutz. Wohnungsweise Lüftungsanlagen ermöglichen auch den Einbau im Zuge des Mieterwechsels. Im Mai 2009 ist die DIN 1946-6 Raumlufttechnik – Teil 6: Lüftung von Wohnungen - Allgemeine Anforderungen, Anforderungen zur Bemessung, Ausführung und Kennzeichnung, Übergabe / Übernahme (Abnahme) und Instandhaltung – erschienen. Diese Norm fordert, ein Lüftungskonzept zu erstellen, wenn im Zuge einer Modernisierung lüftungstechnisch relevante Änderungen erfolgen. Es gibt Systeme zur Wohnungslüftung, die im Flur eine Abhängung von nur 15 cm Höhe benötigen. Über einen Verteiler wird die Luft einzeln in die Räume verteilt. Damit entfällt ein Telefonieschalldämpfer in der zentralen Wohnungsverteilung, der höhere Aufbauhöhen notwendig machen würde. Zwar wurde das Seminar von einem der vielen Hersteller von Lüftungsanlagen durchgeführt, jedoch gelten die wesentlichen Aussagen allgemein. Einige Fragen blieben im Seminar unbeantwortet und sollen mit dem Referenten im Nachgang geklärt werden, wie z.B. Wie ist der Aufwand zur Herstellung notwendiger Überströmöffnungen innerhalb der Wohnung einzuschätzen? Wie verändert sich der Schallschutz innerhalb der Wohnung durch die Überströmöffnungen? Wie werden Zugerscheinungen an den Überströmöffnungen vermieden?Viele Teilnehmerfragen konnten während des praktischen Aufbaus der Lüftungsanlage beantwortet werden, so z.B. Der Zuluftvolumenstrom kann raumweise zum einen über die Anzahl der Zuluftrohre, zum anderen über Magnetblenden geregelt werden. Die Wurfweite beträgt bei üblichen Ventilen 3 bis 4 Meter in den Raum, was nach Aussage des Referenten zu einer guten Durchmischung im Raum führt. Es gibt eine brandschutztechnisch zulässige Lösung, die den Filterwechsel vom Treppenhaus aus (oberhalb der Wohnungstür) ermöglicht. In den nächsten Jahren ist eine Reduktion des Preises für eine wohnungsweise Lüftungsanlage um ca. 1.000 Euro zu erwarten, weil die Schalldämpfer für die Ventilatoren und die Verteilung ins Gerät integriert werden sollen. Download der Vorträge des Technischen Fachgesprächs:

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43782_09.06.23_Fachgespraech_Vallox_FK_Technik_BBU_1.0
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