"Genossenschaftliches Wohnen als selbstbestimmte Wohn- und Lebensform" ist der Titel eines der Handlungsfelder innerhalb des Gleichstellungspolitische Rahmenprogramm des Landes Berlin. Im Rahmen von Pilotprojekten haben vier Berliner Genossenschaften in den vergangenen Monaten Gender Diversity Kriterien in ihren wohnungswirtschaftlichen Alltag einbezogen. Über die Ergebnisse zu informieren und sie zu diskutieren ist Ziel einer Fachtagung, zu der die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung am 27. Mai alle Interessierten einlädt.
Wohnen in Genossenschaften steht für gemeinschaftsorientiertes, familienfreundliches und häufig innovatives Wohnen, das den Wohnbedürfnissen von Frauen in besonderer Weise entgegenkommt. Kernaufgabe des Handlungsfeldes "Genossenschaftliches Wohnen als selbstbestimmte Wohn- und Lebensform" des Gleichstellungspolitische Rahmenprogramm Berlins ist es, genossenschaftliches Wohnen für unterschiedliche Familienformen attraktiver zu gestalten, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch intelligente Wohnkonzepte zu unterstützen und die Potentiale genossenschaftlichen Wohnens speziell für Frauen stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken. Gleichzeitig gilt es, in der multikulturellen Gesellschaft Berlins neue Zielgruppen für die Genossenschaften zu entdecken.Vier Berliner Genossenschaften bezogen von Sommer 2008 bis Ende 2009 begleitet durch Beraterinnen von gender+ Gender Diversity Kriterien in ihren wohnungswirtschaftlichen Alltag ein. Die Charlottenburger Baugenossenschaft eG gestaltete über ein Beteiligungsverfahren eine "Grüne Oase für Alt und Jung", für Bewohnerschaft unterschiedlicher Lebensphasen, familiärer Rollen und Kulturen. Die Marzahner Tor eG bezog in die Entwicklung einer neuen Corporate Identity Überlegungen zu einem frauengerechten und generationsübergreifenden Wohnungsangebot ein, die es den Mitgliedern zu kommunizieren galt. Die Motivation nachbarschaftlicher Aktivitäten in einer multikulturellen Siedlung war die Aufgabe, die die Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892 eG sich und den Beraterinnen von gender+ stellte. Der Beamten-Wohnungs-Verein zu Köpenick eG nutzte das Pilotprojekt im Kontext alternsgerechter Bestandanpassung: welche Bedarfe kommen auf die Genossenschaft zu, gibt es unterschiedliche Bedürfnisse und Kommunikationsstrukturen alternder Frauen und Männer, auf die die Genossenschaft reagieren sollte?Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und die beteiligten Genossenschaften laden wohnungswirtschaftliche Akteure und Dachverbände, ExpertInnen aus Verwaltung und Wissenschaft ein, an den Erfahrungen der Projekte teilzuhaben, den Innenhof der Charlottenburger Baugenossenschaft eG zu besichtigen, Fachvorträge zu Schlüsselthemen des Projekts zu hören und eigene Fragen und Erfahrungen in diesen Feldern zu diskutieren.ProgrammNach der Begrüßung durch Staatssekretärin Hella Dunger-Löper steht ein Einblick in das Pilotprojekt der Charlottenburger Baugenossenschaft mit anschließendem Rundgang durch den gendergerecht gestalteten Innenhof auf dem Programm. Nach einem Vortrag zum Thema "Gender in der Personalentwicklung von Wohnungsunternehmen" (Martina Heger, GEWOBAG AG) werden Ausblicke ins europäische Ausland gegeben (Niederlande, Österreich) und die vier Pilotprojekte der Berliner Genossenschaften mit deren Vertretern und den beteiligten Beraterinnen diskutiert. Den Abschluss der Fachtagung bildet ein Ausblick auf die gleichstellungspolitischen Folgeaktivitäten der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung.Die Tagung findet von 9:30 bis 16:30 Uhr im Schlossturm in der Steglitzer Schlossstraße 17 statt. Die Zahl der Teilnehmer ist begrenzt, weswegen um eine Anmeldung bis spätestens 15. Mai an suereyya.midik@senstadt.berlin.de gebeten wird. Download der Einladung
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CD6432_tagung_wohnen_27_05_10
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