SYMPOSIUM "VERANTWORTUNG FÜR DIE ZUKUNFT" BRACHTE POLITIK, WISSENSCHAFT, MEDIEN UND WOHNUNGSWIRTSCHAFT IN DEN DIALOG

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Im Rahmen ihres exzellent besetzten Symposiums "Verantwortung für die Zukunft" am 16. Oktober in Berlin stellte die GEWOBAG ihre neue Stiftung "BERLINER LEBEN" der Öffentlichkeit vor. Damit unterstreicht das kommunale Wohnungsunternehmen sein soziales Engagement. Berliner aller Generationen und Kulturen können sich dank der vielfältigen Stiftungsprojekte aktiv am gesellschaftlichen Leben beteiligen. Viele Projekte in den Bereichen Integration und Bildung, Kultur und Sport vermitteln gerade Kindern und Jugendlichen gesellschaftliche Werte. Die 160 Symposiumsteilnehmer erlebten im Historischen Kassensaal der KfW einen spannenden Austausch zwischen Experten aus Politik, Wohnungswirtschaft, Wissenschaft und Medien. Zur Vielfalt der Themen gehörten die Sicherung und Wiederherstellung kulturell und sozial vielfältiger Wohnquartiere, das Wohnen im Alter und die sozialen Sicherungssysteme. GEWOBAG-Aufsichtsratsvorsitzender Lutz Freitag wurde zu seinem 70. Geburtstag als zentrale Persönlichkeit der deutschen Wohnungswirtschaft geehrt. Weggefährten wie NDR-Intendant Lutz Marmor würdigten die "gelebte Unabhängigkeit" Freitags, der anstelle von Geschenken um Spenden für die Stiftung gebeten hatte. Er krönte zum Abschluss des Symposiums sein Engagement für die Stiftung "BERLINER LEBEN" mit dem Überreichen eines Spendenschecks in Höhe von 30.000 Euro. Lutz Freitag: "Mit unserer neuen Stiftung stellen wir die sozialen Aktivitäten der GEWOBAG auf eine verlässliche Grundlage. Die Stiftung kann 100 Prozent der Spenden in die Stiftungsprojekte einbringen und wird auch damit dem Anspruch der GEWOBAG nach höchster Wirtschaftlichkeit ganz im Interesse der Menschen gerecht."Vielfalt neu denkenDas Symposium "Verantwortung für die Zukunft" brachte die unterschiedlichen Perspektiven aus Politik, Wissenschaft, Medien und Wohnungswirtschaft zusammen. Nach Überzeugung von Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin kann Wirtschaftspraxis nicht moralfrei sein. Ein Unternehmen wird ohne Wahrhaftigkeit, Vertrauen und Verlässlichkeit auf dem Markt keinen Erfolg haben. In seinem Referat "Verantwortung für die Wirtschaft" verwies Nida-Rümelin angesichts der globalen Verteilungs- und Gerechtigkeitsprobleme auf die große Aufgabe, zu einer nachhaltigen Kultur zurückzukehren. Für Prof. Dr. Dr. Franz Josef Radermacher ist moderne Ökonomie "Kooperation pur". Er betonte in seinem Referat "Verantwortung in Politik und Gesellschaft" die Kooperation als Basis des Sozialen und Gesellschaftlichen. In den Regeln des Wettbewerbs manifestiere sich die Ethik. Radermacher zeichnete das Bild einer öko-sozialen Marktwirtschaft als Lösung für die Herausforderungen unserer Zeit. Disziplin ist dabei die Säule jeden Wohlstandes.Durch Mobilität und Wanderungsbewegungen verlieren laut Prof. Dr. Walter Siebel die Städte aktive Bürger, die sich für ihr Umfeld einsetzen. Der renommierte Stadtsoziologe beschrieb die Stadt in seinem Referat "Verantwortung für die Stadt" als Heimat und Integrationsmaschine. Der demografische Wandel eröffnet Großsiedlungen neue Chancen und schafft einen erheblichen Bedarf an Infrastruktur. Siebel zählt auf die jüngeren städtischen Eliten und die kommunalen Wohnungsbaugesellschaften als aktive Träger einer sozialen kommunalgeprägten Stadtpolitik. GdW-Präsident Axel Gedaschko benannte in seinem Referat "Wohntrends 2030 – Neue Forschungsergebnisse des GdW" die Stabilisierung der Nachbarschaften als wichtiges Zukunftsthema. Die Diskrepanz zwischen aktueller Bautätigkeit und jährlichem Neubaubedarf ist nirgendwo so groß wie in den anziehungsstarken Großstädten. Das Fehlen von barrierefreien Wohnungen mache den Wohntrend "Altersgerechtes Wohnen" zu einer Herausforderung. Auch das Thema "Migration und Integration" und die fehlende Willkommenskultur in Deutschland stünden zukünftig im Fokus. Dr. Herbert Rische, Präsident der Deutschen Rentenversicherung Bund, betonte in seinem Referat "Wohnen im Alter – mit welchen Renten?" die Sicherheit der Renten. Gleichzeitig forderte Rische eine Neuausrichtung des Leitbilds der Rentenversicherung. Bei einem sinkenden Rentenniveau könne der Lebensstandard nur über zusätzliche private oder betriebliche Altersvorsorge gesichert werden.

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