Symposium „Typenbau_Berlin! Neue Wohnhäuser für Alle“

PDF
Am 22. November 2017 setzten die die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften degewo, GESOBAU, Gewobag, HOWOGE, STADT UND LAND und WBM nach der Veröffentlichung der Publikation „Typenbau Berlin“ den öffentlichen Diskurs über die neuen Formen des Typenbaus in Berlin fort. Auf dem Symposium „Typenbau_Berlin! Neue Wohnhäuser für Alle“ stellten sich Architekten, Experten, Journalisten sowie die Geschäftsführer und Vorstände der Landeseigenen der Diskussion über Entwürfe, Chancen und Grenzen des Typenbaus. 

Der Vorstandsvorsitzende der Bundesstiftung Baukultur, Rainer Nagel, eröffnet das Symposium, dessen praktischer Ausgangspunkt die von den Landeseigenen in Auftrag gegebenen Studien und Wettbewerbe für neue Wohnungsbautypen sind. Sie zeigen im Ergebnis die Entwicklung verschiedener Stadtbausteine, die von den prämierten Architekturbüros wie Bollinger + Fehlig, Baumschläger Eberle, LIN Architekten Urbanisten oder Kleihues & Kleihues vorgestellt wurden.
Einen kritischen Seitenblick auf das Thema nahmen die Experten Marcus Becker, Präsident des Bauindustrieverbands Berlin-Brandenburg, Michael Sachs, Staatsrat a.D. und Christine Edmaier, Präsidentin der Architektenkammer Berlin. Die Geschäftsführungen und Vorstände der Landeseigenen steigen zum Abschluss in die Debatte ein.

„Typenbau Berlin“

In der Publikation „Typenbau Berlin“ wurden die „Neuen Typen“, die zurzeit von den sechs landeseigenen Wohnungsunternehmen entwickelt werden, im Juli dieses Jahres erstmals gemeinsam vorgestellt. Die Landeseigenen leisten mit dieser Publikation einen ersten Beitrag zur Diskussion über den Typenbau und das serielle Bauen für den Wohnungsneubau in Berlin. Dabei zeigen die Überlegungen für die Typenuntersuchungen der Wohnungsbaugesellschaften zwei grundsätzlich unterschiedliche Wege für neue Typenbauten und für das serielle Bauen: Einerseits werden Typen vorgeschlagen, die auf modularen Grundrissanordnungen basieren, dabei aber unabhängig von der Konstruktion gedacht sind oder bewusst auf konventionelle Methoden zurückgreifen. Andererseits werden auf neuen Systemen basierende Häuser mit hohem Vorfertigungsgrad, Hybridtechnologien oder mit Modulanteil vorgeschlagen. Sie stellen neue Anforderungen an die am Planungs- und Bauprozess Beteiligten und bedingen veränderte Planungs- und Arbeitsprozesse im Wohnungsbau.
Neben dem Anstoß eines breiten Diskurses über den Typenbau, arbeiten die Wohnungsbaugesellschaften aktiv an der Umsetzung der Wettbewerbs- und Studienergebnisse insbesondere von Hochhäusern und Dachaufstockungen. In den nächsten Jahren sollen in unterschiedlichen städtebaulichen Situationen, an verschiedenen Orten im Stadtraum Berlin Punkthochhäuser situationsbezogen umgesetzt werden. Dachaufstockungen mit flexiblen Grundrissen lassen gemeinsam mit den bestehenden Gebäudeteilen Architekturen für identitätsstiftende Stadträume entstehen.

Die Broschüre steht unter folgendem Link zum Download bereit:
https://www.howoge.de/fileadmin/user_upload/user_upload/Broschuere_Typenbau_Berlin.pdf
 

Ansprechpersonen

 Silke Schendel
Silke
Schendel

Referentin

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
T +49 (30) 89781 - 123