Die Süddeutsche Zeitung berichtet, dass der gegenwärtige Flüchtlingszuzug eine Gegenbewegung zum geplanten Abriss vieler Tausend Wohnungen in Ostdeutschland ausgelöst habe. Unter dem Titel "Aufbruch statt Abriss" beschreibt das Blatt, wie viele eigentlich zum Rückbau freigegebene Wohnungen nun doch nicht abgerissen, sondern für eine Flüchtlingsnutzung modernisiert würden.
Dr. Wolfgang Schönfelder, Leiter der BBU-Landesgeschäftsstelle in Potsdam, nennt gegenüber der Süddeutschen Zeitung einen weiteren Grund, weshalb sich der Abbruch verzögere. Etwa 85 Prozent der Wohnungsbestände seien in den vergangenen Jahren modernisiert worden. "Mit dem Abbruch wird nicht nur Vermögen vernichtet, es muss auch eine Lösung her, was aus den Sicherheiten für die Kredite wird", wird Schönfelder zitiert. Bis 2009 habe es die Altschuldenregel gegeben. Schönfelder fordert, dass es künftig wieder eine ähnliche Förderung brauche, um leer stehende Wohnungen vom Markt zu nehmen.
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