STROMPREISE STEIGEN ZUM 1. 1. AUF BREITER FRONT – GLOS: STROMANBIETER WECHSELN

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Wie das unabhängige Verbraucherportal für Energie und Telekommunikation Verivox am 26. November berichtete, planen 354 Stromversorger, ihre Preise zum 1. Januar 2009 zu erhöhen. Im Durchschnitt betrügen die geplanten Preiserhöhungen 8,5 Prozent, insgesamt seien rund 14 Millionen deutsche Haushalte betroffen, so Verivox. Bei einem Stromverbrauch von 4.000 kWh bedeuten die geplanten Preiserhöhungen rund 74 Euro höhere Stromkosten pro Jahr und Haushalt. Unterdessen kritisierte Bundeswirtschaftsminister Michael Glos die Pläne der Stromversorger: "Dies passt nicht in die derzeit außergewöhnlich schwierige wirtschaftliche Situation." Zwar hätten die Stromversorger für die Stromlieferungen 2009 am Terminmarkt hohe Preise gezahlt, als noch von steigenden Energiepreisen ausgegangen werden musste. Mittlerweile aber gäben die Rohstoffpreise aber in beispielloser Weise nach. Früher oder später könnten die Stromversorger deshalb mit drastisch sinkenden Kosten für die Stromproduktion rechnen. In der gegenwärtigen, schwierigen Lage der Volkswirtschaft können man von ihnen erwarten, dass sie nicht nur kurzfristigen betriebswirtschaftlichen Überlegungen folgten, sondern auch ihrer gesamtwirtschaftlichen Verantwortung nachkämen. Zumal die Strombranche von der Finanzmarktkrise im Vergleich zu allen anderen Wirtschaftsbereichen praktisch kaum betroffen sei.Die angekündigten Preiserhöhungen auf breiter Front zeigten aus, dass weiter an einer Verbesserung der Wettbewerbsbedingungen auf dem Strommarkt gearbeitet werden müsse. Die Verbraucher rief der Minister dazu auf, die Angebote der Energieversorger genau zu vergleichen und gegebenenfalls den Stromanbieter zu wechseln. "Die Verbraucher haben es mit in der Hand, den Wettbewerbsdruck auf die Stromversorger wirksam zu erhöhen" so Glos.