Das größte Neubauprojekt für den Sport im Rahmen des Konjunkturpakets II im Land Brandenburg startete planmäßig am 4. Juni: Mit einem symbolischen Spatenstich durch Brandenburgs Minister für Bildung, Jugend und Sport Holger Rupprecht und Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs haben die Bauarbeiten für die neue Mehrzweckhalle im Luftschiffhafen begonnen. Mit dem Hallenbau ist die PRO POTSDAM GmbH beauftragt.
Der Geschäftsführer der PRO POTSDAM, Horst Müller-Zinsius, der Geschäftsführer der Luftschiffhafen GmbH, Andreas Klemund, der Schulleiter der Eliteschule des Sports "Friedrich-Ludwig Jahn" Rüdiger Ziemer und die Olympiasiegerin im Judo von 2004, Yvonne Bönisch als Vertreterin der Sportler, legten ebenfalls Hand an den Spaten."Die neue Sporthalle ist die Schlüsselinvestition für unseren Sportstandort Luftschiffhafen", erklärte Oberbürgermeister Jann Jakobs. "Durch die Halle wird dem erfolgreichen Spitzensport unserer Stadt ein passendes Zuhause gegeben. Der Luftschiffhafen wird durch weitere Maßnahmen für die Potsdamer noch attraktiver".Als einer der drei Standorte des Olympiastützpunktes des Landes Brandenburgs erhält nun auch die Landeshauptstadt Potsdam eine Sporthalle, in der erstmals nach internationalen Standards trainiert wird und Wettkämpfe ausgetragen werden können. Der Schulleiter der Sportschule Rüdiger Ziemer freut sich, dass vor allem seine rund 600 Schüler diese Halle intensiv nutzen können. Dies ist das erklärte vorrangige Ziel dieser Förderung. Aber auch die Bundesliga-Volleyballerinnen, die Mannschaft des 2.-Liga-Handballvereins VFL Potsdam und die erfolgreichen Bundesliga-Judoka vom UJKC werden hier ebenso wie die Fechter des OSC Potsdam neben vielen weiteren Sportlern ab Ende 2011 trainieren können."Die Stadt hat der PRO POTSDAM GmbH das Grundstück übertragen und uns mit dem Bau der Halle beauftragt. Wir finanzieren mit 3,9 Mio. Euro auch den Anteil der Stadt an den Baukosten. Das Management im späteren Sportalltag macht dann unsere Tochter, die Luftschiffhafen Potsdam GmbH", fasste Müller-Zinsius das Vorgehen für Potsdams größtes Sportbauprojekt zusammen.Der Neubau wird zentral zwischen dem Stadion und dem historischen Haupteingang liegen und mit der bereits bestehend Ballspielhalle verbunden. Auf sieben Hallenfeldern, zwei festen Judo-Matten und acht Fechtplanchen können die Sportschüler und Leistungssportler in der neuen 3-Feldhalle mit ihren Nebenflächen, der separaten neuen 1-Feldhalle und der vorhandenen 3-Feldhalle zeitgleich trainieren. Alles was zum Sportbetrieb sonst noch gehört, wird ebenfalls gebaut: Kraftraum, Sauna, Physiotherapie, Umkleide-/Sanitärbereiche.Auf dem neuesten Stand der Technik wird diese neue Multifunktionshalle auch rund 2.000 Zuschauern Platz bieten. Minister Rupprecht, Oberbürgermeister Jakobs, die geladenen Gäste und die Schüler der Sportschule zeigten sich beeindruckt von der Planung des Architekturbüros RKW aus Düsseldorf, das nach einem öffentlich ausgeschriebenen Verfahren die Vergabe für sich entscheiden konnte. Den Vorentwurf für Halle und Standort lieferte zuvor Professor Winkens von der Fachhochschule Potsdam. "Wer sich in Potsdam mit Sport befasst, kommt am Luftschiffhafen nicht vorbei", unterstrich Oberbürgermeister Jakobs."Der Bau der Halle ist unser erster sichtbarer Schritt zur Neugestaltung des gesamten rund 230.000 Quadratmeter großen Luftschiffhafen-Areals. Weitere Projekte wie die Errichtung des Hauses der Vereine, die Erweiterung des Wohnheims der Sportschule und der Mensa haben wir teilweise schon in Angriff genommen. Dem Luftschiffhafen geben wir mit dem Masterplan, den wir demnächst vorstellen können, ein neues, freundliches Gesicht – hier wird in die Zukunft des Sports investiert. Dass wir gleichzeitig für die Potsdamer Spaziergänger und Radfahrer einen attraktiven Zugang durch das Gelände zum Havelufer und zu einem neuen Uferweg schaffen, ist schon fast ein Abfallprodukt. Das Glück komplettieren würde die noch nicht finanzierte Wiederherstellung der Villa Carlshagen und der Turnerhalle.", betonte Geschäftsführer Müller-Zinsius.
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