Die Tagung der BBA am 12. Juli 2016 in Berlin präsentiert Fach- und Führungskräften, für welche Einsatzbereiche sich der serielle Wohnungsbau bei Neubauprojekten und Nachverdichtung eignet. Im Zentrum steht die Nutzung in der derzeitigen wohnungswirtschaftlichen Praxis, ergänzt um Aspekte des Städtebaus. Die Tagung vermittelt den Teilnehmern somit Anregungen für Neu- und Ausbau.
Im Laufe der Veranstaltung werden verschiedene Facetten des seriellen Wohnungsbaus beleuchtet. Zu Beginn der Tagung vermittelt Dr. Julia Gill, freiberufliche Architektin und Wissenschaftlerin, welche Strategien für eine Standardisierung im Wohnungsbau aktuell erfolgversprechend sind und präsentiert Fallbeispiele von seriellen Wohnungsbauprojekten in Europa. Dass serielles Bauen eine Individualisierung nicht ausschließt beweist die Präsentation des mehrgeschossigen Bauprojektes der KoWo mbH Erfurt. Die kommunale Wohnungsgesellschaft beschäftigt sich intensiv mit den Möglichkeiten des standardisierten Bauens und wurde aufgrund der innovativen Ansätze bereits mit einem Projekt als Kandidat für die Inter-nationale Bauausstellung (IBA) Thüringen nominiert. Bei dem Vortrag von Friedrich Hermann, dem Geschäftsführer der Kowo, werden Möglichkeiten zur Nutzung eines Systembaukastens ebenso wie zur Prozessoptimierung mittels digitalisierter Prozesse vorgestellt.
Weitere Vorträge behandeln die Schaffung von seriell-modularen Dachräumen auf bestehenden Plattenbauten ebenso wie die Möglichkeiten für ein nachhaltiges, effizienteres Bauen mittels Infraleichtbeton. Darüber hinaus werden die Einsatzgebiete des industriellen Fertigbaus mittels eines modularen Entwurfsbaukastens beleuchtet, insbesondere unter dem Aspekt der Flexibilität in der Nutzung und der Wirtschaftlichkeit im Lebenszyklus.
Weiterführende Informationen zur Tagung „Die Zukunft des seriellen Wohnungsbaus in der Praxis“ finden Sie hier.
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