Rund 1.000 Experten aus ganz Deutschland diskutierten am 25. Juni auf der Zeche Zollverein in Essen über aktuelle Themen der Stadtentwicklung. Ausrichter des Nationalen Stadtentwicklungskongresses waren der Deutsche Städte- und Gemeindebund, das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, die Bauministerkonferenz und der Deutsche Städtetag. Nach Berlin 2007 und München 2008 ist der Kongress in Essen der Dritte seiner Art.
In seiner Eröffnungsrede wies Bundesminister Wolfgang Tiefensee auf die große Dimension hin, in der Städte derzeit von gravierenden ökonomischen und gesellschaftlichen Veränderungen betroffen sind. Der integrierte Ansatz der Stadtentwicklungspolitik sei der einzig Erfolgversprechende. Für diesen stelle der Bund über die Nationale Stadtentwicklungspolitik und die Städtebauförderprogramme jährlich rund 600 Millionen Euro zur Verfügung. Hinzu kämen weitere Mittel aus den Konjunkturpaketen und für die energetische Gebäudesanierung. Roland Schäfer, Erste Vizepräsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, forderte eine Verstetigung der Städtebauförderung des Bundes und der Länder auf hohem Niveau, um Städte in der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise, der fortschreitende Technologisierung, aber auch der Globalisierung Anker für Stabilität und Identitätsfindung des Bürgers zu stärken und den Herausforderungen der demografischen Entwicklung sowie Bildung und Klimaschutz zu begegnen.Lutz Lienenkämper, Bauminister aus NRW und Vorsitzender der Bauministerkonferenz, verwies auf das notwendige integrative Handeln aller Beteiligten. Es brauche starke Partner, denn Stadtentwicklung sei nicht allein Aufgabe der kommunalen Gremien und Verwaltungen. Nur wenn öffentliche Hand und Private gemeinsam engagieren, seien die vielfältigen Aufgaben und Ansprüche in den nächsten Jahren zu meistern.