STADTUMBAUKONFERENZ DES BMVBS BEFASST SICH MIT PERSPEKTIVEN INNERSTÄDTISCHER ALTBAUTEN

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Am 19. Oktober fand in Berlin auf Einladung des BMVBS eine Konferenz zum Stadtumbau Ost statt. Minister Tiefensee betonte, dass das Programm ein großer Erfolg sei. Es bleibe jedoch viel zu tun. Der BBU forderte in diesem Zusammenhang beim Stadtumbau "Maßanzüge statt Stangenware". Besondere Aufmerksamkeit verdienten nach Auffassung des Ministers die Innenstädte und ihre Altbausubstanz. Die Sanierung sei hier weit voran geschritten. Die Innenstädte hätten sich zu Touristenmagneten entwickelt, so Tiefensee: "Unsere ostdeutschen Städte haben es trotz der enormen strukturellen Veränderungen geschafft, ihre Identität zu bewahren." Nach Auffassung Tiefensees sei beim Leerstand eine Trendwende erreicht. BBU-Vorstandsmitglied Ludwig Burkardt: "Beim Stadtumbau Ost sind wir derzeit von einer Trendwende noch weit entfernt. Dank der Abrissaktivitäten kommunaler und genossenschaftlicher Wohnungsunternehmen konnten die Leerstände in den letzten Jahren zwar reduziert werden. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung muss aber schon ab 2012 mit einer neuen Leerstandswelle gerechnet werden. Bis 2030 gehen offizielle Prognosen im äußeren Entwicklungsraum des Landes Brandenburg von einer Bevölkerungsabnahme um weitere 360.000 Personen aus. Dann könnten hier rund 300.000 Wohnungen leer stehen, wenn nicht konsequent weiter rückgebaut wird." Der Minister wies auch darauf hin, dass sich die wirtschaftliche Lage der Wohnungsunternehmen verbessert habe. Burkardt: "Das trifft zu. Vor allem dank der Abrisse haben sich die Wohnungsunternehmen wieder Investitionsspielräume eröffnen können. Die 1,65 Milliarden Euro, die sie seit 2002 in die Aufwertung ihrer Bestände gesteckt haben, sprechen hier eine klare Sprache." Der Bund setze sich nachdrücklich für die Fortführung des Programms Stadtumbau Ost über 2009 ein, so Tiefensee. Wie und mit welchen Akzenten dies geschehen solle, werde auf der Basis der laufenden Evaluierung des Programms entschieden. Es gehe zukünftig auch darum, das Programm mehr auf die Aufwertung der innerstädtischen Altbauquartiere auszurichten. Ziel sei es, Innenstädte und Ortsteilzentren zu stärken, Baudenkmäler und Stadtbild prägende Gebäude zu erhalten und dadurch lebendige und lebenswerte Quartiere zu schaffen, die auch für Familien attraktiv sind. "Es geht also darum, im Stadtumbau neue Akzente zu setzen. Wir bereiten zur Zeit gemeinsam mit den Ländern zwei neue Förderprogramme vor, die zielgerichtet besonders die Innenentwicklung der Städte unterstützen. Zudem wollen wir bei der Altschuldenhilfe weitere Anreize für die Erhaltung von Altbauten schaffen", so Tiefensee.Burkardt: "Bei der Sanierung der Innenstädte und  ihrer Altbausubstanz ist viel am Markt und den Bedürfnissen der Menschen vorbei saniert worden. Bei vielen sanierten Altbauten sind die Mieten mittlerweile für die Bewohner der Stadtumbaustädte unerschwinglich. Deshalb darf bei unsanierten Altbauten das Thema Abriss kein Tabu sein."