STADTUMBAU OST: NEUBAU IM LAND BRANDENBURG STARK RÜCKLÄUFIG

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Potsdam – Die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen ist im Land Brandenburg im ersten Halbjahr 2009 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich gesunken. Maren Kern, Vorstandsmitglied beim Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU): "Diese Entwicklung ist ein Problem für die brandenburgische Wirtschaft. Umso wichtiger ist es, die Investitionsfähigkeit der Wohnungsunternehmen durch eine Fortsetzung des Stadtumbauprozesses zu stärken." Nach heute vom Statistischen Bundesamt gemachten Angaben wurden im ersten Halbjahr 2009 im Land Brandenburg 2.007 Baugenehmigungen für Wohnungen erteilt. Im ersten Halbjahr 2008 waren es noch 2.165 Genehmigungen. Der Rückgang beträgt hier 7,3 Prozent. Für Gebäude mit drei und mehr Wohnungen wurden 38 Genehmigungen erteilt, nach 52 im gleichen Vorjahreszeitraum. Das entspricht einem Rückgang von 27 Prozent. Konjunkturmotor Stadtumbau OstAngesichts eines im Land Brandenburg mit 10,2 Prozent weiterhin hohen Leerstandes werde sich an den niedrigen und immer wieder rückläufigen Neubauleistungen auf lange Sicht nichts ändern, so Kern. Um Handwerk und Bauwirtschaft im Land Brandenburg zu stützen und Arbeitsplätze zu erhalten, sei eine Fortsetzung des Stadtumbaus dringend erforderlich. Die 219 brandenburgischen BBU-Mitgliedsunternehmen hätten seit 2002 über 1,6 Milliarden Euro in den Stadtumbau investiert. Damit lagen diese Investitionen deutlich über den Neubauinvestitionen von 156 Millionen Euro. Kern: "Ohne eine Fortschreibung von Stadtumbauprogramm und Altschuldenhilfe über 2010 hinaus werden die Wohnungsunternehmen aber nicht mehr in der Lage sein, dieses hohe Investitionsniveau zu halten." Sie appellierte an die Landesregierung, sich für eine Fortschreibung der Altschuldenhilferegelung stark zu machen. Unter dem Dach des BBU sind 365 Wohnungsbaugesellschaften und -genossenschaften der Länder Berlin und Brandenburg vereint. Die BBU-Mitgliedsunternehmen bewirtschaften gut 1,1 Millionen Wohnungen. Das sind über 40 Prozent aller Mietwohnungen in Berlin und fast 50 Prozent der Mietwohnungen im Land Brandenburg.