STADTUMBAU OST IN MARZAHN – FINANZSENATOR SARRAZIN: "DAS GELD IST GUT ANGELEGT – MARZAHN AUFGEWERTET"

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Ob in den Ringkolonnaden, im Schorfheideviertel oder an der Mehrower Allee – der Stadtumbau in Marzahn hat in den vergangenen sechs Jahren für erhebliche Veränderungen im Stadtteil gesorgt. Wie die degewo, Berlins größtes kommunales Wohnungsunternehmen, Marzahn mit Hilfe des Stadtumbau-Ost-Programms entwickelt, hat sich Berlins Finanzsenator Thilo Sarrazin am 1. Oktober bei einer Rundfahrt angesehen. Nach der gemeinsamen Besichtigungstour mit degewo-Vorstand Frank Bielka lautete sein Fazit: "Das Stadtumbau-Ost-Programm hat Marzahn deutlich aufgewertet. Unser Geld ist gut angelegt." Wenn im Frühjahr 2009 in der Mehrower Allee das letzte Gebäude von acht auf fünf bzw. drei Stockwerke zurückgebaut worden ist, hat die degewo den Stadtumbau Ost abgeschlossen. 4.632 Wohnungen umfasste das Marzahner Stadtumbau-Programm, 3.538 davon wurden komplett abgerissen. Die verbliebenen Wohnungen wurden saniert und umgebaut, viele erhielten neue Grundrisse, so dass das Wohnungsunternehmen nunmehr 1.160 neu gestaltete Miet- und Eigentumswohnungen im Portfolio hat."Die degewo war das erste Berliner Wohnungsunternehmen, das sich bereits 2002 kreativ und mutig dem Stadtumbau stellte", sagte degewo-Vorstand Frank Bielka. "Wir haben uns jeden Standort genau angesehen, um die individuell beste Lösung zu finden." Es sei eine große soziale und logistische Leistung gewesen, die vom Stadtumbau betroffenen Mieter mit neuen Wohnungen zu versorgen. Anfangs habe es durchaus Proteste gegeben. Es sei aber gelungen, aus Stadtumbaugegnern Befürworter zu machen. "Die Marzahner haben gesehen, dass die Entwicklungen dem Stadtteil gut tun. Darauf sind wir stolz", so Bielka.Die unterschiedlichen Ergebnisse schaute sich Berlins Finanzsenator Thilo Sarrazin vor Ort an. "Die öffentlichen Mittel sind sehr gut eingesetzt worden", urteilte er anschließend. "Die degewo hat das Gesicht des Stadtteils verändert, vielfältiger gemacht und insgesamt deutlich aufgewertet." Mit den "Ahrensfelder Terrassen", dem bekanntesten und größten Projekt des Stadtumbau-Ost-Programms, seien neue gefragte Wohnungsangebote auf den Markt gebracht worden. Den wachsenden Bedarf an altersgerechten und behindertenfreundlichen Zweizimmerwohnungen habe die degewo damit aber nicht stillen können. Dem habe das Unternehmen mit späteren Stadtumbau-Ost-Projekten Rechnung getragen. "Wir haben aus den Erfahrungen gelernt und die uns zur Verfügung stehenden Mittel sinnvoll umgeschichtet", erläuterte Frank Bielka dem Berliner Finanzsenator. So seien, den Wünschen von Mietinteressenten entsprechend, mehr altersgerecht ausgestatte Wohnungen entstanden, wie z.B. in der zentralen, infrastrukturell gut erschlossenen Wohnlage "Am Bürgerpark" (Sella-Hasse-Straße/Ludwig- Renn-Straße). In Marzahn-Ost dagegen seien sechsgeschossige Häuser durch den Anbau von Aufzügen und Loggien weiter aufgewertet worden. "Wir stellen uns den großen Herausforderungen des demografischen und sozialen Wandels", erläuterte Frank Bielka. Die Nachfrage nach kleinen und auch altersgerecht ausgestatteten Wohnungen sei enorm und steige weiter an.Schon frühzeitig habe sich die degewo darüber hinaus Gedanken gemacht, wie die durch den Abriss entstehenden zusätzlichen Freiflächen genutzt werden können. Im "Schorfheideviertel" habe das Unternehmen das sehr aufwändige Charrette-Verfahren unterstützt, bei dem die Bewohner in die Standortgestaltung einbezogen wurden. 150 Anwohner, Kinder, Jugendliche, Vertreter von Vereinen, Initiativen und das Bezirksamt entwickelten kreative Ideen. Seit dem Sommer prägen Hügel, Gräser und Kiefern, typische Schorfheidegewächse, das Bild des Wohnquartiers. Darin eingebettet werden sollen Multifunktionsboxen (Mufus), die als Werkstatt, Hobbyraum, Probenraum oder Garage vielseitig verwendbar sind. Zurzeit werde das Interesse der Mieter für dieses Angebot erfragt.Die letzte Station der Besichtigungstour mit Sarrazin führte in die Wohnanlage Mehrower Allee 38 bis 48. Hier werde im Frühjahr 2009 das Stadtumbau-Ost-Programm endgültig abgeschlossen. In enger Abstimmung mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung habe sich die degewo zu einem Teilrückbau entschlossen. Nach umfassenden Grundrissänderungen entstehen in diesem Wohnquartier, entsprechend der Marktlage, 48 Zwei- bis Dreizimmerwohnungen und zwei betreute Wohngemeinschaften."Wir haben mit dem Stadtumbau-Ost-Programm aktive Stadtentwicklung in Marzahn betrieben", sagte Bielka zum Abschluss der Besichtigungsfahrt. "Verantwortung für die Stadt und ihre Menschen zu übernehmen ist für uns eben keine leere Floskel, sondern ein gelebter unternehmerischer Leitgedanke."