Im Großräschener Malerviertel entstehen durch ein Rück- und Umbauprojekt der Kommunalen Wohnungsgesellschaft Senftenberg derzeit Wohnungen einer für das Viertel völlig neuen Art. Dies berichtete jüngst die Lausitzer Rundschau.
Nach dem Rückbau der oberen beiden Etagen des aus den 60iger Jahren stammenden Plattenbaus Typ Q6 werden verbleibenden Etagen zu 15 Wohnungen mit Wohnflächen zwischen knapp 74 und 105 Quadratmetern umgebaut. Drei von ihnen werden sich als Maisonnette-Wohnungen über jeweils drei Etagen (inklusive des Kellergeschosses) erstrecken. Sie sollen, wie der Sprecher der Gesellschaft Ralf Weide gegenüber der Zeitung erläuterte, vor allem für Familien mit Kindern, aber auch für generationenübergreifendes Wohnen geeignet sein. Durch den Austausch der Plattenbau- durch Leichtbauwände sei eine maximale Flexibilität erreicht worden. So konnten die vormals winzigen Bäder und Küchen großzügig erweitert und die übrigen Zimmern mit größeren Zuschnitten versehen werdenUmgesetzt wird das Projekt vom Cottbusser Architekten Frank Zimmermann, der mit dem Umbau von elfgeschossigen Plattenbauten zu attraktiven Stadtvillen in Cottbus internationale Beachtung fand. Zwar sei das Bauvorhaben in Großräschen für ihn eines der kleineren, dennoch sei es aufgrund seiner Besonderheiten eine Herausforderung. So seien die Wohnvorstellungen der Menschen hier andere als in der Großstadt. Im Rahmen des Stadtumbaus komme es nicht nur auf die quantitative Reduzierung der Wohnungen an, so Ralf Weide. Im Interesse eines attraktiven Bestandes müsse auch etwas Neues geboten werden, dass auch in kommenden Jahrzehnte marktgängig bleiben werde. Bis Ende 2005 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein, die Kosten belaufen sich auf rund eine Million Euro.