STADTUMBAU IM LAND BRANDENBURG: BIS 2010 WEITERE 11.200 ABRISSE GEPLANT

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Potsdam, den 8. Januar – Die Mitgliedsunternehmen des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU) planen, im Rahmen des Stadtumbau Ost-Programms zwischen 2008 und 2010 weitere gut 11.200 Wohnungen abzureißen. BBU-Vorstandsmitglied Ludwig Burkardt: "Durch das Stadtumbauprogramm konnten die Leerstände gesenkt werden. Der Stadtumbau Ost ist damit ein Erfolg. Trotzdem ist erst der halbe Weg geschafft." Schon ab 2010 werde mit einer zweiten Leerstandswelle gerechnet. Das Programm müsse daher fortgesetzt werden. Das Gros der Abrisse soll mit knapp 10.400 Wohnungen im Bereich des äußeren Entwicklungsraumes des Landes Brandenburg erfolgen. Schwerpunkte der Aktivitäten bei den brandenburgischen BBU-Mitgliedsunternehmen bis 2010 sind hier Frankfurt/Oder mit gut 1.700 (Leerstand: 18,6%), Cottbus mit knapp 1.500 (15,3%), Brandenburg an der Havel mit fast 700 (17,1%) und Eberswalde mit etwa 300 (14,6%) Wohnungen. Gleichzeitig sei mit weiterhin hohen Investitionen der Wohnungsunternehmen in die Aufwertung ihrer Bestände zu rechnen. Aufwertung und Abriss hingen dabei eng zusammen. Burkardt: "Durch den Abriss dauerhaft leer stehender Wohnungen verschaffen sich die Wohnungsunternehmen Finanzierungsspielräume. Unsere Mitgliedsunternehmen konnten deshalb bislang für jeden Euro Abrissförderung acht Euro an eigenen Mitteln in die Aufwertung ihrer Bestände investieren. Seit 2002 waren das mehr als 800 Millionen Euro." Oberste Priorität sei dabei, die Funktionsfähigkeit der brandenburgischen Städte angesichts der wiedervereinigungsbedingten Probleme sowie der Herausforderungen des demografischen und wirtschaftlichen Wandels zu erhalten. Die Erfahrung habe gezeigt: "Stadtumbau ist nicht alles, aber ohne Stadtumbau ist alles nichts." Angesichts der demografischen Entwicklung müsse schon ab 2010 mit einer zweiten Leerstandswelle gerechnet werden. Der Anteil der Jüngeren nehme immer weiter ab, der der Älteren hingegen zu. Bis 2030 könnten so im äußeren Entwicklungsraum des Landes weitere 150.000 Wohnungen dauerhaft leer stehen. Burkardt: "Zu einer Fortsetzung des Stadtumbau Ost-Programms mit seinen Komponenten Abriss und Aufwertung gibt es vor diesem Hintergrund keine Alternative." Unter dem Dach des BBU sind 364 Wohnungsbaugesellschaften und -genossenschaften der Länder Berlin und Brandenburg vereint. Die BBU-Mitgliedsunternehmen bewirtschaften gut 1,1 Millionen Wohnungen. Das sind über 40 Prozent aller Mietwohnungen in Berlin und fast 50 Prozent der Mietwohnungen im Land Brandenburg.