Das Land Berlin hat seit dem vergangenen Jahr das Programm Stadtumbau West angeschoben. Westberlin soll wieder mehr "in den Fokus" der Stadtentwicklung genommen werden, um "untergegangene Stadträume wieder in Wert zu setzen", so Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer.
Mittlerweile liegen die ersten Daten und Modelle vor. Rund 75 Millionen Euro werde das Programm Stadtumbau West Land und Bund kosten. Anvisiert sei außerdem der Einsatz von EU-Strukturfondsmitteln. Insgesamt sollen fünf Gebiete im ehemaligen Westteil der Stadt entwickelt werden. Ausgewählt wurden die Stadtumbaugebiete in Kreuzberg (Spreeufer), Tiergarten (Nordring/Heidestraße), Schöneberg (Südkreuz) sowie Neukölln (Südring) und Spandau (Falkenhagener Feld). Hier wurden bereits erste Pläne entworfen und konkretisiert. Gemeinsam sei allen fünf Gebieten, dass sie zwischen 180 und 250 Hektar groß und wegen ihrer mehrheitlich gewerblichen Nutzung nur mäßig besiedelt seien.Ziel des Programms sei die Wiedergewinnung und Entwicklung von spezifischen Berliner Westquartieren u. a. durch die Neuausrichtung betroffener Areale, Ansiedlung von neuen Kultur-, Wohn-, Gewerbe- und Arbeitsstandorten sowie den Umbau eines kompletten Stadtquartiers.