Sechs Quartiere in den Bezirken Mitte, Neukölln, Friedrichshain-Kreuzberg, Lichtenberg und Spandau sollen in den nächsten Jahren städtebaulich aufgewertet und verbessert werden. Damit soll an die Erfolge des 2010 auslaufenden Ersten Gesamtberliner Stadterneuerungsprogramms angeknüpft werden.
Die Quartiere werden in einer "Vorbereitenden Untersuchung" auf die Möglichkeiten eines integrierten Stadterneuerungsverfahrens und Fördermitteleinsatzes hin untersucht. Während der "Vorbereitenden Untersuchungen" nach § 141 Baugesetzbuch (BauGB) wird mit den lokalen Akteuren ein gebietsbezogenes Entwicklungskonzept erarbeitet. Hierfür sind in 2009 die Gebiete Müller- und Turmstraße (Mitte), Mehringplatz/Blücherstraße (Friedrichshain-Kreuzberg), Wilhelmstadt (Spandau), Maybachufer/Elbestraße (Neukölln) und Frankfurter Allee Nord (Lichtenberg) vorgesehen.Für die Auswahl der neuen Sanierungsgebiete wurden insgesamt 66 Gebiete überwiegend in der Innenstadt und am Innenstadtring bewertet. Es wurde geprüft, ob sich die Notwendigkeit zur Aufwertung und Verbesserung der Gebiete aus den stadtentwicklungspolitischen Zielen herleitet (z. B. Innenstadt als Wohnstandort, Sicherung von Stadtteilzentren, Steigerung der Wirtschaftskraft), die Gebiete Entwicklungsperspektiven aufweisen, dringender Handlungsbedarf bei öffentlichen Einrichtungen und öffentlichen Flächen besteht, die Ziele in einem begrenzten Zeit- und Kostenrahmen erreichbar sind und privates Investitionspotenzial mobilisiert werden kann.Als Ergebnis der Recherche sollen zeitlich gestaffelt für insgesamt 13 Gebiete "Vorbereitende Untersuchungen" nach § 141 BauGB durchgeführt werden, davon sechs im Jahr 2009 und weitere sieben Gebiete bis Ende 2010.Die Stadterneuerung ist ein Baustein der integrierten Stadtentwicklung Berlins. Das Erste Gesamtberliner Stadterneuerungsprogramms beinhaltete 22 Sanierungsgebiete. Die Hälfte dieser Gebiete wurde bereits erfolgreich aus dem Programm entlassen.