Das neue Wohngebäude ist ein Prototyp. Konzeptioniert wurde das Typenhaus von der STADT UND LAND gemeinsam mit dem Büro Mars, Arnold und Gladisch Architekten. Sie entwickelten es gemeinsam mit MIB Märkische Ingenieur Bau GmbH bis zur Ausführungsreife weiter. Auf dem Areal zwischen Schkeuditzer Straße, Böhlener Straße und Torgauer Straße wird das Konzept nun erstmals umgesetzt. Das Besondere des Typenhauses: Nur wenige Stahlbetonwände geben dem Gebäude die erforderliche Stabilität, dafür sehen die Architekten umso mehr Stützen vor, sodass die Grundrisse der Wohnungen sehr variabel sind.
Eingebaut werden vorgefertigte Bäder und Treppenhäuser. Die Außenwände wiederum werden aus Ziegeln errichtet und gedämmt sowie für jeden Standort speziell geplant. Mit dem Typenhaus hat die STADT UND LAND den Wohnungsbau standardisiert. Zugleich ist es dadurch möglich, die Kosten beim Neubau zu senken und Wohnraum in großer Zahl in zeitsparenden Verfahren zu errichten. Die Wohnungsbaugesellschaft kündigt an, dass weitere Typenbauten an verschiedenen Standorten realisiert werden sollen, wenn sich die Erwartungen des kommunalen Wohnungsbauunternehmens an den Prototypen erfüllen.
Das erste Wohnhaus wird etwa 9.500 Quadratmeter Wohnfläche haben. Vorgesehen sind Ein- bis Vier-Zimmer-Wohnungen, die alle über Balkon oder Terrasse verfügen. 57 Wohnungen sind barrierefrei. Zusätzlich zu den effizienten Grundrisslösungen sind auch die Ausstattungsmerkmale wie Putz, Farbe und Balkone sowie verschiedene Fenstermodule variabel. Das soll jedem Ensemble an seinem Standort einen eigenen Charakter verleihen. Außerdem entstehen im Innenhof ein großer Spielbereich sowie 330 Fahrradabstellplätze, davon sind 276 überdacht. Die geförderten Wohnungen haben eine Einstiegskaltmiete von 6,50 Euro pro Quadratmeter.
Sebastian Scheel, Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung:
„Mit diesem Neubauvorhaben errichtet die Stadt und Land einen zeitgemäßen und dem Bedarf angepassten Typenbau. Ich begrüße die Anstrengungen der Wohnungsbaugesellschaften schnell, variabel und qualitätsvoll neue Wohnungen zur Verfügung zu stellen. Gerade im Umfeld der bestehenden Großsiedlungen ist die modulare Bauweise zukunftsweisend. Mit den 165 Wohnungen, von denen die Hälfte zu Einstiegsmieten von 6,50 Euro angeboten werden, wird genau das gebaut, was Berlin benötigt.“
Juliane Witt, Bezirksstadträtin für Weiterbildung, Kultur, Soziales und Facility Management:
„Die Bürgerinnen und Bürger verlangen sehr deutlich bezahlbaren, aber auch attraktiven Wohnraum. Mit dem Typenhaus macht die STADT UND LANDein sehr überzeugendes Angebot. Wir freuen uns sehr, dass sie das Pilotprojekt für einen modernen Mehrgeschossbau in unserem Bezirk errichtet. Flächen- und Kosteneffizienz – dafür stehen viele Erfahrungen, die wir im Kompetenzzentrum Großsiedlung jahrelang gesammelt haben. Ich wünsche mir, dass hier neue und alte Marzahn-Hellersdorfer ein neues Zuhause finden und vor allem: dass Familien bald schon mit Freude einziehen!“
Grundsteinlegung Schkeuditzer Str. 34, Berlin Marzahn-Hellersdorf, v.l.n.r.: Mathias Gladisch, Architekturbüro Arnold und Gladisch; Juliane Witt, Bezirksstadträtin, Thomas Brand, leitender Senatsrat und stellvertretender Abteilungsleiter für Wohnungs- und Mietenpolitk; Dr. Christoph Landerer, Aufsichtsratsvorsitzender der STADT UND LAND; STADT UND LAND Geschäftsführer Anne Keilholz und Ingo Malter sowie Roland Leinert, Polier MIB. Bildrechte: CHLietzmann / CHL PhotoDesign
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