Der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Albrecht Gerber, hat die Initiative "Lernen durch Engagement" als Demografie-Projekt des Monats Oktober ausgezeichnet. Mit der Initiative geben die ProPotsdam GmbH und sechs weitere Unternehmen des Runden Tisches Jugend und Wirtschaft einen praktischen Impuls für bürgerschaftliches Engagement in der Schule wie auch in Unternehmen.
"Von dem Projekt profitieren alle Beteiligten in gleichem Maße", lobte Gerber. "Die beteiligten Unternehmen tun etwas für zukünftige Fachkräfte, die Schüler erwerben Kompetenzen und erfahren zugleich Wertschätzung für ihr Engagement, und die gemeinnützigen Einrichtungen erweitern ihre Angebote."Bürgerschaftliches Engagement ist ein wesentlicher Faktor für ein funktionierendes Gemeinwesen: Vieles was die Qualität unseres Gemeinwesens ausmacht, wäre ohne freiwillig engagierte Bürger nicht möglich. Dies geschieht jedoch nicht von allein, sondern es gilt, bürgerschaftliches Engagement in allen Bereichen unserer Gesellschaft aktiv zu fördern und mit eigenem guten Beispiel voran zu gehen. Ziel des 2011 gestarteten Projekts "Lernen durch Engagement" - an dem sich neben der ProPotsdam GmbH auch die AOK Nordost, GSE Protect, TGZ Fläming, doc.gruette, BSH Hausgerätewerk Nauen und Heidelberger Druckmaschinen beteiligen - ist es deshalb, bürgerschaftliches Engagement sowohl in Schulen als auch in Unternehmen durch praktisches Tun anzuregen und zu etablieren. Die Unternehmen laden Schüler ein, gemeinsam ein Engagement-Projekt für eine gemeinnützige Organisation zu planen und durchzuführen. Dieses Projekt ist Teil des Unterrichts und mit dem Fachunterricht verbunden. Das Engagement der Unternehmens-Mitarbeiter findet in der Arbeitszeit statt. Die mit dem Engagement-Projekt verbundenen Kosten in der Organisation werden von den Unternehmen übernommen."Wir wollen mit dem Projekt nicht nur das Interesse der Schüler wecken, sondern auch dazu beitragen, ihre Kompetenzen zu stärken und ihnen die Möglichkeit bieten, miteinander und voneinander zu lernen", sagte ProPotsdam-Geschäftsführer Bert Nicke. Außer den Unternehmen wirken bislang fünf Schulen in Bad Belzig, Brandenburg an der Havel und in Potsdam in der Initiative mit. Zum Beispiel haben die Auszubildenden des ersten und zweiten Lehrjahrs bei der ProPotsdam zusammen mit Schülern des Leibniz-Gymnasiums eine energieeffiziente Sanierung von Altbauwohnungen geplant. Dazu entwickelten die Gruppen unterschiedliche Ansätze, die auch die Themen Wärmedämmung und Nutzung von Solarenergie beinhalteten. Das über mehrere Tage angelegte Projekt trägt den Titel "Klimabotschafter". Der Runde Tisch ist ein Praxisnetzwerk engagierter Brandenburger Unternehmen, die mit exemplarischen Projekten in ihrem jeweiligen Umfeld Impulse für neue soziale Kooperationen von Unternehmen und Gemeinnützigen geben und damit Unternehmen und junge Menschen aktivieren, gemeinsam etwas für sich und ihre Region zu tun. Schirmherr des Runden Tisches ist der Ministerpräsident des Landes Brandenburg.
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