Die Landesregierung unterstützt die Anstrengungen der Wohnungswirtschaft, verstärkt bei Sanierungen auch von Plattenbauten auf Energieeinsparung zu achten. Dies betonte Infrastrukturstaatssekretär Reinhold Dellmann am 22. Juni bei der Vorstellung eines Modellvorhabens der Wohnungsbaugesellschaft im Spreewald (WIS) zum Thema "Energetische Sanierung von Plattenbauten".
„Eine energieeffiziente Sanierung leistet gerade bei großen Wohnungsbeständen einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz.“ so Dellmann. „Der CO2- Ausstoß wird verringert und es ist zudem wirtschaftlich sinnvoll für Vermieter und Mieter gleichermaßen. Nebenkosten werden gesenkt und es entstehen so finanzielle Spielräume für die Modernisierung der Bestände.“Brandenburg ist mit dem Modellvorhaben der WIS bei dem derzeit bundesweit mit 21 Wohnungsunternehmen laufenden Projekt der Deutschen Energie-Agentur (dena) vertreten. Ziel ist es, bei Sanierungen Einsparpotenziale besonders im Energiebereich zu mobilisieren und das Einhalten zukünftiger EU-Vorgaben modellhaft zu erproben. Mobilisiert werden sollen erhebliche Einsparpotentiale durch Niedrigenergiebauweise im Energiebedarf von Bestandsimmobilien in den Bereichen Wärmedämmung, Heizung, Warmwasserbereitung und Lüftung.Einbezogen sind Siedlungsgebäude und Plattenbauten aus den 50er, 60er und 70er Jahren sowie Vorkriegsimmobilien. Innovative technische Standards sollen praktisch erprobt werden, um wirtschaftlich tragfähige Empfehlungen für Sanierungswege der Zukunft abzuleiten.Die Veranstaltung in Lübbenau stellte Ergebnisse und Erfahrungen der Pilotphase von Projekteilnehmern insbesondere aus Lübbenau vor. Dort wurde in der Straße der Jugend 7-9 ein Gebäude nach den modernsten Erkenntnissen energetisch modernisiert mit nachhaltiger Wärmedämmung, Heizung, Warmwasserbereitung und Lüftung.