SOZIALE STADTENTWICKLUNG - BBU BEOBACHTET ZUNEHMENDE SEGREGATION MIT SORGE

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Berlin – "Die Untersuchung zeigt, dass die Probleme in einigen Stadtrandlagen weiter zunehmen. Dieses Ergebnis darf nicht schöngeredet werden". Das sagte Ludwig Burkardt, Vorstandsmitglied beim Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU), heute anlässlich der Vorstellung des neuen "Monitoring soziale Stadtentwicklung" durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Burkardt würdigte die Untersuchung als gutes Instrument, das einen wertvollen Beitrag zur Ausrichtung der Stadtentwicklungspolitik leiste. Die Bedeutung des Quartiersmanagements werde durch sie unterstrichen. Bedrohliche EntwicklungenBurkardt warnte jedoch davor, Ziele der Stadtentwicklung zu niedrig zu stecken und nachteilige Entwicklungen zu beschönigen. "Es ist eine bedrohliche Entwicklung, dass sich die Probleme in Innenstadt fernen Lagen offenbar nicht nur verfestigen, sondern sogar ausweiten. Hier muss konsequent und weitsichtig gegengesteuert werden, wenn sich hier keine Ghettos bilden sollen." Wohnungswirtschaft leistet BeitragStädtische, private und genossenschaftliche Wohnungsunternehmen unternähmen erhebliche Anstrengungen, um gerade auch Innenstadt fernere Wohngebiete weiter aufzuwerten. Allein die GESOBAU investiere rund 440 Millionen Euro in die Modernisierung des Märkischen Viertels. Unternehmen wir GSW oder Charlottenburger Baugenossenschaft engagierten sich nachhaltig u.a. in Spandau, die degewo in Kreuzberg oder die HOWOGE in Lichtenberg. Burkardt: "Um so wichtiger wäre es vor dem Hintergrund dieser Leistungen, dass die Wohnungsunternehmen unmittelbar von den Konjunkturprogrammen des Bundes profitieren." Unter dem Dach des BBU sind 365 Wohnungsbaugesellschaften und -genossenschaften der Länder Berlin und Brandenburg vereint. Die BBU-Mitgliedsunternehmen bewirtschaften gut 1,1 Millionen Wohnungen. Das sind über 40 Prozent aller Mietwohnungen in Berlin und fast 50 Prozent der Mietwohnungen im Land Brandenburg.