Im Februar diesen Jahres waren 331.095 Berliner Bürger arbeitslos gemeldet, die Arbeitslosenquote betrug 19,6 Prozent. Dies bedeutet einen Anstieg in der Arbeitslosenstatistik gegenüber dem Vormonat um 3.226 (1%) und gegenüber dem Vorjahresmonat um 24.691 (8,1%). Ende Februar waren bei den Berliner Arbeitsagenturen 9.309 offene Stellen gemeldet. Damit kamen auf einen angebotenen Arbeitsplatz 36 registrierte Arbeitssuchende.
Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat sei hauptsächlich auf saisonale Effekte zurückzuführen, kommentierte Wirtschaftssenator Wolf die Zahlen. Der deutliche Anstieg im Vergleich zum Vorjahr liege vor allem daran, dass nach Hartz IV viele bisher Sozialhilfe Empfangende nun Arbeitslosengeld II beziehen und neu in der Arbeitslosenstatistik erfasst werden. Diese Daten änderten nichts an der grundsätzlich positiven Tendenz in der Berliner Wirtschaft, so Wolf. Die Unternehmensnachrichten der vergangenen Tage zeigten, dass wieder neue Jobs entstünden. Doch auch der stärkste Wirtschaftsaufschwung werde die Beschäftigungskrise in Deutschland nicht lösen. Die Bundesregierung müsse die niedrigen Einkommen von Lohnnebenkosten entlasten und die Jobcenter in die Lage versetzen, die Arbeitslosen in den ersten Arbeitsmarkt oder zumindest in Beschäftigungsmaßnahmen zu vermitteln.