Am 15. März hat der Berliner Senat in den Bezirken Mitte, Neukölln, Friedrichshain-Kreuzberg, Lichtenberg und Spandau sieben neue Sanierungsgebiete festgelegt, in denen in den nächsten 15 Jahren rund 216 Millionen Euro vor allem für die Verbesserung von Schulen, Kitas, Straßen und Grünflächen investiert werden sollen. In den Gebieten leben über 74.000 Menschen.
Im Einzelnen handelt es sich bei den Sanierungsgebieten um folgende Bereiche: Leopoldplatz (Müllerstr.) Turmstraße (Mitte) Müllerstraße (Mitte) nördliche Luisenstadt (Mitte) südliche Friedrichstadt (Friedrichshain-Kreuzberg) Wilhelmstadt (Spandau) Karl-Marx-Straße/Sonnenallle (Neukölln) Frankfurter Allee Nord (Lichtenberg)Die vorbereitenden Untersuchungen hätten bestätigt, dass diese Gebiete einen erheblichen Investitions- und Handlungsbedarf haben, der mit Hilfe des Sanierungsrechts und der Städtebauförderung bewältigt werden könne, so der Senat. Mit den Investitionen in die öffentliche Infrastruktur sollen einerseits die Lebensqualität der Bewohner verbessert und andererseits Anreize für private Investitionen geschaffen werden. In vier Gebieten liegen Geschäftsstraßen, bei denen mit Baumaßnahmen und Geschäftsstraßenmanagement erhebliche Verbesserungen in den Quartieren angestrebt werden. Hierfür sind zehn Millionen Euro vorgesehen. Der größte Teil der Mittel wird in Kitas und Schulen fließen. Mit ca. 81 Millionen Euro werden Grünflächen, Kinderspielplätze und Straßen umgebaut und verbessert. Fünf der sieben Gebiete liegen in den Aktionsräumen plus und unterstützen den Ansatz der integrierten Stadtteilentwicklung in diesen sozialstrukturell benachteiligten Gebieten. Mit Investitionen in Höhe von 35 bzw. 32 Millionen Euro erhalten die Müllerstraße im Wedding und die Turmstraße in Moabit die mit Abstand größten Finanzspritzen.RückblickIn den vergangenen Jahren hat das Land bereits rund 2,1 Milliarden Euro in die zuletzt 1993 festgelegten 22 Sanierungsgebiete investiert, darunter beispielsweise die Spandauer Vorstadt in Mitte und das Samariterviertel in Friedrichshain. Bis auf sieben konnten alle diese Gebiete zwischenzeitlich aus dem Sanierungsstatus entlassen werden, vier weitere werden in diesem Jahr, der Rest in 2012 aus dem Programm entlassen werden. Bis zum Ende des Programms werden weitere 54 Millionen Euro in diese Altgebiete fließen.
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