Mit dem Bündnis wollen die Beteiligten gemeinsam Sorge für die Schaffung von Rahmenbedingungen tragen, die gesamtstädtisch bis zum Jahr 2025 den Bau von mindestens 10.000 neuen Wohnungen jährlich ermöglichen. Wohnungsneubauvorhaben stehen dabei stets im Kontext einer städtebaulichen Gesamtentwicklung.
Senator Michael Müller: „Neben einer sozial ausgewogenen Mietenpolitik für den Bestand braucht Berlin vor allem Wohnungsneubau, um die Versorgung der wachsenden Stadt mit bezahlbarem Wohnraum sicherzustellen. Mit unseren Partnern haben wir jetzt gemeinsame Verabredungen getroffen, um mehr Wohnungsbau und insbesondere bezahlbaren Wohnraum in Berlin zu schaffen. Der Senat setzt auf einen fairen Interessenausgleich, Kooperation und einen ständigen Dialog. 10.000 neue Wohnungen zu bauen ist eine Aufgabe und auch Verantwortung, die nur gemeinsam zu bewältigen ist.“
BBU-Vorstand Maren Kern wertete das Verbändebündnis als einen weiteren wichtigen wohnungspolitischen Schritt hin zu dem gemeinsames Ziel, Berlin auch in Zukunft die Bewältigung seines Wachstums zu ermöglichen: „Schon jetzt leisten unsere Mitgliedsunternehmen dazu einen zentralen Beitrag, indem sie die Berlinerinnen und Berlin sowohl im Bestand als auch im Neubau mit bezahlbarem und gutem Wohnraum versorgen. Wir erwarten uns von dem Verbändebündnis eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für mehr Neubau in der Stadt, insbesondere mit Blick auf Bauplanungsverfahren und die Liegenschaftspolitik. Das ist die Grundlage, die unsere Mitgliedsunternehmen für noch mehr Neubau brauchen."
Mit dem Bündnis bekennen sich die Vertragsparteien zu den gesamtstädtischen Zielen und Mitteln des Stadtentwicklungsplans Wohnen (StEP Wohnen), der die quantitativen und qualitativen Herausforderungen an den Wohnungsneubau beschreibt. Der StEP Wohnen erwartet zwischen 2012 und 2025 eine Zunahme der Bevölkerung um rund 239.000 Einwohner. Das daraus resultierende Wachstum der Haushaltszahlen erfordert im gleichen Zeitraum ein Neubauvolumen von etwa 137.000 Wohnungen. Das entspricht einer Neubauleistung von etwa 10.000 Wohnungen pro Jahr.
Foto: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt - Pressestelle -
Im Ergebnis des Wohnungsneubaus wird angestrebt, dass Angebot und Nachfrage im Wohnungsmarkt sich wieder annähern und in der Folge die Mieten für breite Schichten der Bevölkerung tragbar bleiben.
Daneben ist es gemeinsame Überzeugung, dass der Wohnungsneubau in Berlin unter anderem
- die vielfältige soziale und funktionale Mischung in den Stadtteilen befördern bzw. erhalten soll,
- sich den Herausforderungen der demografischen Entwicklung stellen muss,
- die klima- und energiepolitischen Ziele des Landes Berlin befördern wird.
Wohnungsneubau in dem erforderlichen Umfang kann dabei nur durch eine breite Allianz von städtischen Wohnungsbaugesellschaften, Wohnungsbaugenossenschaften, privaten Wohnungsunternehmen, Projektentwicklern, Bauträgern sowie Baugruppen erbracht werden. Sie übernehmen dabei eine große Verantwortung für die nachhaltige Stadtentwicklung, die Schaffung qualitativ anspruchsvoller Quartiere und Gebäude sowie die Entwicklung sozial ausgewogener Nachbarschaften. Vor diesem Hintergrund bekräftigen die Unterzeichner mit diesem Bündnis ihren Willen, attraktives und bezahlbares Wohnen in Berlin aktiv zu gestalten. Deshalb unterstützen sie gemeinsam den Wohnungsneubau, Klimaschutz, energetische Standards, Städtebau und integrative Wohnungspolitik als gesamtstädtische Aufgabe.
Vorstandsvorsitzender des BFW Matthias Klussmann: „Mit dem Bündnis verbinden unser Verband und unsere Mitgliedsunternehmen die Erwartung, dass sich die Rahmenbedingungen für den Neubau von Wohnungen in Berlin verbessern und die dringend benötigte Erhöhung der Neubauzahlen erreicht und gehalten wird. Dazu gehört insbesondere die Beschleunigung der Planungs- und Genehmigungsprozesse auf Ebene der Bezirke, wofür das bereits mit den Bezirken geschlossene verwaltungsinterne Bündnis eine gute Grundlage bilden sollte. Seit Beendigung der damaligen Wohnungsbauförderung Ende der 90er Jahre haben private Bauherren und Unternehmer mehr als 90 % des Wohnungsneubaus in Berlin freifinanziert realisiert. Gern sehen wir einer weiteren Stimulierung der Neubauaktivitäten auch durch landeseigene Gesellschaften sowie neue Förderinstrumente entgegen, wenn dafür dieselben Wettbewerbsbedingungen gelten. Insgesamt erwarten wir durch diesen Zusammenschluss von Senat, Bezirken und Verbänden unter allseitigem Bekenntnis zu mehr Transparenz bei Planungs- und Genehmigungsvorgängen eine erhöhte Akzeptanz aller Berliner Bürgerinnen und Bürger von Wohnungsneubau in Berlin – gegebenenfalls auch einmal in der Umgebung von Betroffenen.“
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