SENAT HÄLT 50. JUBILÄUM DES HANSAVIERTELS NICHT FÜR GRUND ZUM FEIERN

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In Beantwortung einer Kleinen Anfrage des Abgeordneten Klaus-Peter von Lüdeke (FDP) äußerte sich die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung kürzlich zum Jubiläum des Berliner Hansaviertels. Die Art und Weise, wie das 50jährige Bestehen dieses architekturhistorisch über die Grenze Berlins hinaus bedeutsamen Viertels begangen werden soll, muss als enttäuschend gewertet werden (Zitat). "Frage 1:Wird seitens Berlin und interessierter Fachverbände das „Jubiläum“ des wiederaufgebauten Hansaviertels in Tiergarten und der Interbau von 1957 vorbereitet? Gibt es erste Programmüberlegungen zur Würdigung dieses bedeutsamen Beitrags Berlins zum Nachkriegsstädtebau?Antwort zu 1:Konkrete Planungen für Jubiläumsveranstaltungen seitens interessierter Fachverbände sind der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung nicht bekannt. Das Landesdenkmalamt (LDA) beabsichtigt, im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel 2006 ein Pflege- und Instandsetzungskonzept für den öffentlichen und privaten Raum, aufbauend auf dem vorliegenden Gutachten Bezirk/LDA von 1995, zu entwickeln. Frage 2:Wie groß ist der Mittelbedarf Berlins zur „jubiläumsgerechten“ Instandsetzung und Pflege des öffentlichen Raums und der öffentlichen Einrichtungen im Hansaviertel (Grünanlagen, Straßen etc.)? Antwort zu 2:Bisher liegt beim Bezirk Mitte weder eine Planung noch eine Kostenschätzung zu Instandsetzungs- und Pflegemaßnahmen des öffentlichen Raums vor, diese wird aber aktuell in Abstimmung mit der Denkmalpflege erarbeitet. Die Grünanlagen befinden sich zum großen Teil in privatem Besitz. Erkenntnisse über geplante Instandsetzungs- und Pflegemaßnahmen liegen nicht vor. Frage 3:Wie sollen die Mittel aufgebracht werden? Ist die Einwerbung von Sponsorenmitteln vorgesehen und was wird insoweit veranlasst? Antwort zu 3:Der Bezirk Mitte prüft zurzeit Möglichkeiten der Finanzierung. Für diese Zwecke sind zurzeit keine Haushaltsmittel in die Investitionsplanung eingestellt. Der Bezirk beabsichtigt, wegen der übergeordneten touristischen Bedeutung des Hansaviertels GA-Mittel zu beantragen. Frage 4:Inwieweit werden die Maßnahmen mit den Haus- und Wohnungseigentümern abgestimmt und die Bewohner beteiligt? Antwort zu 4:Alle Maßnahmen sollen in der neu gegründeten Projektgruppe „50 Jahre Hansaviertel“ abgestimmt werden, in der u.a. Eigentümer, Bezirk, beide Kirchengemeinden, der Bürgerverein Hansaviertel und die Akademie der Künste vertreten sind. Das Landesdenkmalamt unterstützt die Initiative und steht im ständigen Kontakt mit dem runden Tisch."