Senat beschließt Wärmeplan für Berlin

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Der Senat hat am 16. Juni 2026 auf Vorlage der Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, Ute Bonde, den gesamtstädtischen Wärmeplan für Berlin beschlossen. Damit wird ein zentraler Meilenstein für eine klimaneutrale, bezahlbare und verlässliche Wärmeversorgung bis 2045 umgesetzt. Der BBU informiert seine Mitgliedsunternehmen am 8. Juli in einer Verbandskonferenz.

Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt: „Mit dem Wärmeplan stellen wir die Wärmewende in Berlin auf ein solides Fundament. Wir zeigen transparent, wie unsere Stadt Schritt für Schritt raus aus den fossilen und hin zu erneuerbaren Wärmequellen kommt – für Mieterinnen und Mieter, für die Wohnungswirtschaft und für Unternehmen.“

Die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt hat dafür in den vergangenen Monaten Daten zusammengeführt, Potenziale für erneuerbare Wärme und Abwärme analysiert, Szenarien entwickelt und die Stadt in Gebiete mit unterschiedlichen Versorgungsoptionen gegliedert. So wird sichtbar, wo Wärmenetze besonders sinnvoll ausgebaut werden können und wo individuelle Lösungen wie Wärmepumpen künftig die bessere Wahl sind.

Der Wärmeplan liefert erstmals ein klares Bild, wie sich die Wärmeversorgung in den Kiezen bis 2045 entwickeln kann – in Fünfjahresschritten und mit interaktiven Karten. Grundstücks- und Hauseigentümer*innen, Unternehmen und Bezirke bekommen damit eine verlässliche Grundlage, um langfristig planen und investieren zu können. Zugleich bleibt die Entscheidungsfreiheit gewahrt: Der Plan ist eine Orientierung, keine Vorschrift.

Dabei setzt die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt auf erneuerbare Energien und unvermeidbare Abwärme, die in Berlin bereits verfügbar sind. Ihre verstärkte Nutzung verringert die Abhängigkeit von Energieimporten, mindert Preis- und Versorgungsrisiken und stärkt die Versorgungssicherheit. Berlin verfügt über vielfältige Wärmequellen: Erdwärme, Solarenergie, Wärme aus Flüssen und der Abwasserinfrastruktur, Abwärme aus Rechenzentren, industriellen Prozessen und dem U-Bahn-System.

Konkrete Maßnahmen wurden bereits angestoßen – von der Unterstützung der Bezirke bei neuen Nahwärmenetzen bis zur besseren Nutzung lokaler erneuerbarer Potenziale. Eine zentrale Anlaufstelle im Land Berlin soll Eigentümer*innen künftig den Einstieg in die Wärmewende erleichtern. Der Wärmeplan wird kontinuierlich fortgeschrieben. Neue Erkenntnisse – etwa zu den Potenzialen der Tiefen Geothermie – sollen schrittweise einfließen und die Datengrundlage für alle Akteure weiter verbessern.

Quelle: Presse- und Informationsamt des Landes Berlin

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 Jan Robert Kowalewski
Jan Robert
Kowalewski
Bereichsleiter
Technik / Energie / Klima
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