Seit dem 17. Oktober sind die sächsischen Kommunen aufgerufen, sich als LEADER-Gebiet zu bewerben. Die ausgewählten Regionen erhalten vorrangig Fördermittel aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum und zudem einen bis zu zehnprozentigen Aufschlag auf den Regelfördersatz.
Integrierte ländliche Entwicklungskonzepte (ILEK) als Grundlage für die Förderperiode bis 2013 können alle ländlichen Regionen Sachsens mit 10.000 bis 150.000 Einwohnern einreichen. Die Konzepte sollen fach- und ressortübergreifend sein. Insgesamt stehen im Förderprogramm Ländlicher Raum (ELER) bis 2013 422 Millionen Euro für die Ländliche Entwicklung zur Verfügung.Zukünftig solle bei der Förderung nicht mehr nur ein Dorf im Mittelpunkt stehen, sondern vielmehr die gebündelten Aktionen mehrerer Orte. Zudem sollen die Ideen aus der Region selbst kommen, niemandem solle von oben etwas übergestülpt werden, so der Minister. Da für den ländlichen Raum im kommenden Förderzeitraum deutlich weniger Geld zur Verfügung stehe, müsse jeder auszugebende Euro den größtmöglichen Effekt erzielen. Wie Tillich betonte, müsse die demografische Entwicklung in den Konzepten besonders berücksichtigt werden. Die Antragsunterlagen müssen bis zum 1. Juli 2007 bei den Staatlichen Ämtern für Ländliche Entwicklung vorliegen. Im Anschluss an das Bewerbungsverfahren und die umfassende Bewertung werden die Regionen mit den besten Strategien zum LEADER-Gebiet ernannt. Maximal ein Drittel des ländlichen Raums kann LEADER-Gebiet werden. Alle Regionen, die den Zuschlag nicht erhalten, haben die Chance, so genanntes ILE-Gebiet (Integrierte ländliche Entwicklung) zu werden. Diese bekommen einen Aufschlag bis zu fünf Prozent auf den Basisfördersatz. Die Gebiete werden voraussichtlich im Oktober 2007 bekannt gegeben.