SACHSEN STARTET ZWEI MODELLVORHABEN ZUM DEMOGRAPHISCHEN WANDEL

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Der Bevölkerungsrückgang ist nicht nur in Sachsen eine Herausforderung für alle Lebensbereiche. Darauf möchte das Innenministerium reagieren und hat deshalb zwei Modellprojekte in den Regionen Westerzgebirge und Oberlausitz-Niederschlesien gestartet. In der zweijährigen Projektphase wird der Frage nachgegangen, welche Chancen in der Region vorhanden und welche geeigneten Strategien sinnvoll sind, um die Konsequenzen aus dem demographischen Wandel nicht nur zu erkennen, sondern Antworten für eine zukunftsgerechte Gestaltung zu finden.Das Modellvorhaben sei nach den Erfahrungen bei der Aufstellung des Landesentwicklungsplans 2003 ins Leben gerufen, um eine Diskussion über die räumliche Entwicklung in Sachsen führen zu können, teilte das sächsische Innenministerium mit. Der Zeithorizont beziehe sich auf das Jahr 2020 als Orientierungswert, weil eine positive Auseinandersetzung mit dem demographischen Wandel und eine Einstimmung auf langfristige Veränderung von Lebensbedingungen geschaffen werden sollen. Die beiden Modellregionen Westerzgebirge (im Kern der mittelzentrale Städteverbund „Silberberg“ mit den umliegenden Gemeinden) und Oberlausitz-Niederschlesien (Landkreise Bautzen, z. T. Kamenz, Löbau-Zittau und Niederschlesischer Oberlausitzkreis sowie die kreisfreien Städte Hoyerswerda und Görlitz) seien bis 2020 am stärksten vom Bevölkerungsrückgang in Sachsen betroffen, da nach der dritten regionalisierten Bevölkerungsprognose des Statistischen Landesamtes gegenüber dem heutigen Niveau jeder fünfte Einwohner in 15 Jahren nicht mehr dort leben werde. Dies habe gravierende Einschnitte z.B. in der infrastrukturellen Versorgung und der Finanzausstattung der Kommunen zur Folge.