Wie die Lausitzer Rundschau am 25. April berichtete, diskutierten am 22. April 2008 im Rahmen einer Tagung im Niesyker Bürgerhaus 35 Geschäftsführer von Wohnungsbaugesellschaften im Freistaat Sachsen über die Herausforderungen der Zukunft für ihre Branche. Thema waren dabei die Fortführung des Stadtumbaus Ost, die Wohnraumförderung in Sachsen, Mehrgenerationenwohnen und die energetische Gebäudesanierung.
Die sächsische Wohnungswirtschaft stehe vor enormen Herausforderungen, so Margitta Faßl, Verbandsdirektorin des vdw Sachsen Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft e.V. Insbesondere die demografische Entwicklung in Ostdeutschland zwinge auf Wege, die bislang noch nie in diesen Größenordnungen beschritten werden mussten. Ein Knackpunkt dabei sei laut Faßl der Stadtumbau. Effektive Unternehmenskonzepte seien ebenso gefragt wie die Einbindung privater Wohnungsanbieter. Das beträfe vor allem Zentren wie Dresden oder Chemnitz. "Wir sollten Althausbestände nicht um jeden Preis vor dem Abriss retten wollen, wenn die Refinanzierung solcher Sanierungsprojekte nicht machbar ist", ergänzte Christoph M. Henning, Referent für Öffentlichkeitsarbeit beim vdw. Die immer älter werdende Bevölkerung sowie das niedrige Einkommensniveau vieler Privathaushalte schlagen auch auf die Wohnungswirtschaft durch. Diesen Herausforderungen zu begegnen hieße auch, effektiv zu bauen bzw. zu sanieren. Ein Stichwort dabei sei auch die Senkung der Energiekosten.