SACHSEN SANIERT PLATTENBAU NACH PASSIVHAUSSTANDARD

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Am 25. Juni wurde an der Universität Leipzig symbolisch mit der Sanierung eines DDR-Plattenbaus nach Passivhausstandard begonnen worden. "Mit solchen Projekten kommen wir unseren Klimaschutzzielen näher", so Umweltminister Frank Kupfer. Bestandteil der Sanierung sind u.a. die Dämmung der Außenfassade und des Daches sowie die Erneuerung der Fenster und Türen. Die Fenster der Südseite werden mit einem festen Sonnenschutz versehen. Eine thermische Solaranlage auf dem Dach wird zur Warmwassererzeugung dienen und die Beheizung des Gebäudes unterstützen. Auf diese Weise wird der Heizwärmebedarf insgesamt um etwa 80 Prozent reduziert. Sachsen habe sich höhere Ziele gesetzt, als sie in Deutschland und Europa gelten, so Kupfer. "Bis 2020 wollen wir den Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids (CO2) um mehr als ein Viertel senken". Neben einem deutlich höheren Anteil erneuerbarer Energien bei der Stromerzeugung soll dazu auch die Einsparung von Energie beitragen, wie sie zum Beispiel durch besondere Bauweisen erreicht werden kann."Natürlich ist es teurer, energiesparend zu bauen", so der Minister. "Das jedoch ist gut angelegtes Geld. Die höheren Ausgaben werden später über deutlich geringere Betriebskosten wieder eingespart". Darüber hinaus profitiere die Umwelt. "Weil uns das ein wichtiges Anliegen ist, hat die Staatsregierung für staatliche Bauten entsprechende Weichen gestellt". So sei in der Verwaltungsvorschrift Energieeffizienz die Prüfung energiesparender Bauweisen vorgeschrieben. Bei der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung werde jedes eingesparte Kilogramm CO2 mit sieben Cent berücksichtigt. In Sachsen hat sich seit den letzten fünfzig Jahren die Temperatur bereits um 0,7 Grad erhöht. Klimamodelle sagen bis 2050 eine weitere Erwärmung um bis etwa zwei Grad voraus. "Extreme Wetterereignisse wie Hochwasser, Dürre oder Stürme wären dann nicht mehr Ausnahme, sondern Regel. Wenn wir das vermeiden wollen, dann müssen wir gegensteuern, unseren Energieverbrauch deutlich senken und die Energie so effizient wie möglich nutzen. Der Baubeginn heute ist dafür ein kleiner, aber wichtiger Schritt", so Kupfer abschließend.