RUND 1,4 PROZENT ALLER HAUSHALTE ERHIELTEN ENDE 2008 WOHNGELD

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Am Jahresende 2008 erhielten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Deutschland rund 569.000 Haushalte Wohngeld. Das entsprach 1,4 Prozent aller privaten Haushalte. Gegenüber dem Vorjahr ging die Zahl der Empfängerhaushalte damit im Durchschnitt um 1,9 Prozent zurück. Die Entwicklung gegenüber dem Vorjahr schwankt jedoch zwischen einem Plus von 32,4 Prozent in Sachsen-Anhalt und einem Minus von 18 Prozent in Niedersachsen. Wohngeld ist ein von Bund und Ländern je zur Hälfte getragener Zuschuss zu den Wohnkosten. Dieser wird einkommensschwächeren Haushalten gewährt, damit diese die Wohnkosten für angemessenen und familiengerechten Wohnraum tragen können.In den neuen Ländern (ohne Berlin) wird Wohngeld rund doppelt so häufig in Anspruch genommen wie im früheren Bundesgebiet (mit Berlin): Am Jahresende 2008 bezogen 2,5 Prozent aller ostdeutschen Privathaushalte und 1,2 Prozent aller westdeutschen Privathaushalte Wohngeld. Am häufigsten waren die privaten Haushalte in Mecklenburg-Vorpommern (3,3%) sowie Sachsen (2,9%) auf Wohngeld angewiesen. Am seltensten nahmen die Privathaushalte in Bayern (0,9%) sowie in Baden-Württemberg und Hessen (je 1,0%) entsprechende Leistungen in Anspruch. Berlin und Brandenburg lagen mitIm Land Berlin gab es 25.947 Haushalte, die Wohngeld bezogen, das waren das 8,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Auch im Land Brandenburg nahm die Zahl der Wohngeld-Empfängerhaushalte um 5,5 Prozent auf 26.321 zu. Gut die Hälfte (54%) aller Wohngeldempfänger führte einen Einpersonenhaushalt. 14 Prozent der Wohngeldempfänger lebten in einem Zwei-Personen-Haushalt, 8 Prozent in einem Drei-Personen-Haushalt. In 24 Prozent der Empfängerhaushalte wohnten vier oder mehr Personen.90 Prozent der Empfängerhaushalte erhielten 2008 ihr Wohngeld als Mietzuschuss, die restlichen 10 Prozent als Lastenzuschuss, das heißt als Zuschuss zu den Aufwendungen für Kapitaldienst und Bewirtschaftung ihres Eigentums. Der durchschnittliche monatliche Wohngeldanspruch lag bei 88 Euro. Die monatliche Bruttokaltmiete der Empfänger von Mietzuschuss betrug Ende 2008 durchschnittlich 6,10 Euro je Quadratmeter Wohnfläche, die monatliche Belastung der Lastenzuschussempfänger lag mit durchschnittlich 4,31 Euro je Quadratmeter Wohnfläche niedriger.Neben den rund 569.000 "reinen" Wohngeldhaushalten gab es Ende 2008 in Deutschland noch rund 52.000 wohngeldrechtliche Teilhaushalte in so genannten "Mischhaushalten". Dies entspricht einer Verdoppelung der "Mischhaushalte" gegenüber dem Vorjahr. Dabei handelt es sich um Haushalte, in denen Empfänger von staatlichen Transferleistungen, die nicht selbst wohngeldberechtigt sind, mit Personen zusammen leben, die wohngeldberechtigt sind.Die Gesamtausgaben für das Wohngeld betrugen bundesweit rund 750 Millionen Euro. Dies entspricht einem Rückgang um knapp ein Fünftel gegenüber dem Vorjahr.