ROLLE DER GEBÄUDEAUTOMATION FÜR ENERGIEEFFIZIENZERHÖHUNG BETONT

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ETI-Arbeitsgruppe stellte Brandenburgs Wirtschaftsminister Junghanns kostengünstige Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz vor. Am 18. Juli 2008 tagte die Arbeitsgruppe "Energiesparendes Bauen" der Brandenburgischen Energie Technologie Initiative (ETI), dass sind Experten aus der IT-, der Energie- und Wohnungswirtschaft mit Brandenburgs Wirtschaftsminister Junghanns. Thema waren kostengünstige Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz im Gebäudebereich..Gastgeber der ETI-Veranstaltung war das Unternehmen Kieback & Peter GmbH & Co. KG, welches mit 110 Mitarbeitern in Mittenwalde in Brandenburg innovative Gebäudeleittechnik herstellt. Vor der eigentlichen Sitzung konnte während eines Rundgangs durch die Betriebshalle der Produktionsprozess besichtigt werden.Nicht immer müssen teure bauliche Gebäudesanierungen (Dämmung, Fenster) durchgeführt werden, auch die Anlagenoptimierung und der Einsatz moderner Gebäudeautomations¬technologien führen zu erheblichen Energieeinsparungen. Da die Investitionsbeträge dafür sehr viel geringer sind als für die bauliche Sanierung, ist dies insbesondere für Mietwohngebäude interessant. Von Vertretern der IT- und Energietechnologiewirtschaft wurde vorgeschlagen, Maßnahmen der Gebäudeautomation in der EU- und in der Bundes- oder Landesgesetzgebung zum Klimaschutz zu berücksichtigen. Die bedarfs- und zeitgerechte automatische Steuerung von Beleuchtung, Heizung, Lüftung, Klimaanlage und Sicherheitsvorrichtungen, aber auch die intelligente Verbrauchsdatenerfassung, ist ein wesentliches Instrument für die Reduzierung des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen im Gebäudebestand. Minister Junghanns versprach, sich auf politischer Ebene dafür einzusetzen, dass die Gebäudeautomation Eingang in die Gesetzgebung findet und auch in der Energiepolitik des Landes Brandenburg Berücksichtigung finden wird. " Nicht die Technologien sind das Defizit. Brandenburg ist reich gesegnet mit innovativen Betrieben, die weltmarktfähige Lösungen liefern. Was fehlt, ist der Informationsaustausch zwischen den Erzeugern, den Ingenieuren und den Anwendern. Hierfür wird die Politik die Rahmenbedingungen weiter verbessern", betonte Junghanns.Die Vertreter der Wohnungswirtschaft wiesen auf dringend erforderliche Maßnahmen des Wirtschaftsministeriums zur Sicherung des Wettbewerbs in der Energieversorgung und zur Energiepreisstabilisierung hin.An die Diskussion mit Minister Junghanns anschließend vertieften in Fachvorträge Wilfried Boysen, HOCHTIEF Energy Management GmbH/EDL-Boysen GmbH, Berlin und Winfried Dreger, Techem Energy Services GmbH, Berlin die Bedeutung der Optimierung der Regel- und Anlagentechnik. Herr Boysen erläuterte, dass bisher den CO2-Minderungskosten zu wenig Beachtung zukommen. So kann im Mietwohnungsbau von ca. vier Euro pro qm Investitionssumme für die Optimierung der technischen Anlagen (Heizung, Pumpen, Lüftung, Regelung) ausgegangen werden, demgegenüber stehen 200 Euro und mehr pro qm Investition für die bauliche Sanierung. Mit diesen Investitionen kann eine CO2-Einsparung von vier kg pro qm bis 30 kg pro qm erreicht werden. Die Kosten für die CO2-Reduzierung liegen also durch Optimierung der technischen Anlagen mit 50 Euro pro t CO2 sehr viel geringer als bei der baulichen Komplettsanierung mit über 300 Euro pro t CO2. Unter der Zielsetzung möglichst niedriger CO2-Vermeidungskosten sind Energieeinsparmaßnahmen im Gebäudebestand durch Anlagenoptimierung in ihrer Wirksamkeit nicht zu übertreffen.Nach der letzten ETI-Arbeitsgruppensitzung im Sommer 2007 wurde vom Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen das Projekt ALFA – Allianz für Anlageneffizienz – ins Leben gerufen. Winfried Dreger stellte Ziele und erste Ergebnisse des Projektes vor. In dem Projekt arbeiten Wohnungsunternehmen, Ingenieure und die Zulieferer der Anlagen- und Regelungstechnik zusammen. Es werden in 20 verschiedenen Objekten in Brandenburg und Berlin unterschiedliche gering-investive Maßnahmen zur Anlagenoptimierung eingesetzt. Zwei Heizperioden hindurch werden Daten gesammelt und verglichen. Ziel ist die Dokumentation der Vorgehensweise, der Energieeinsparung und Betriebskostensenkung durch die optimale Einstellung von Heizung, Pumpen, Regelung und Ventilen und die Sammlung von Daten aus Praxisanwendungen. Zur Anlagenoptimierung werden neue Analyseinstrumente eingesetzt, parallel sollen Schulungsmaßnahmen für Handwerker und Installateure entwickelt und umgesetzt werden. Die Ergebnisse des Projektes werden dokumentiert und für die Öffentlichkeitsarbeit genutzt. An dem Projekt sind 20 Partner aus Industrie und Ingenieurgesellschaften, außerdem aus Kammern, Verbänden und Innungen sowie TFH Berlin beteiligt; Modellprojekte stellen 20 Wohnungsunternehmen, davon 14 aus Brandenburg und 6 aus Berlin.In der ETI-Arbeitsgruppe ist auch Jörg Lorenz, Netzwerkmanager des GA-Netzwerkes der IT-Wirtschaft, MOBKOM.NET, vertreten. Das GA Netzwerk, entstanden aus der Standortinitiative "we make IT Berlin-Brandenburg", setzt eines seiner Schwerpunkte auf den Bereich Gebäudeautomationstechnologie zur Erhöhung der Energieeffizienz und zur CO2-Minimierung. Ziel ist dabei in erster Linie die Durchführung praxisnaher Potenzialanalysen und Machbarkeitsstudien unter Beteiligung der am Netzwerk beteiligten Technologieunternehmen. Adressat dieser Studien ist die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft.Der Leiter der Arbeitsgruppe "Energiesparendes Bauen" der Brandenburgischen Energie Technologie Initiative, die seit 10 Jahren vom Wirtschaftsministerium des Landes Brandenburg gefördert wird, Siegfried Rehberg, Referent des Verbandes Berlin-Brandenburgischen Wohnungsunternehmen (BBU), betonte die Notwendigkeit des regen Informationsaustausches zwischen allen betroffenen Wirtschaftsvertretern, aber auch der Politik und Verwaltung. Dafür wird die ETI-Arbeitsgruppe auch weiterhin eine Plattform bieten. Minister Junghanns sicherte die Fortführung von ETI im Rahmen der Energiestrategie 2020 des Landes Brandenburg zu. Vortrag von Dr. Wilfried Boysen Vortrag der Arbeitsgruppe "Energiesparendes Bauen"

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38C02_HTEM_Boysen_Mittenwalde_180708
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38C06_08_07_18%20ALFA_klein-Dreger-Vortrag
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