Der "Integrationspreis 2017" zeichnete hervorragende Projekte aus, die in den Wohnquartieren Voraussetzungen dafür schaffen, dass lebendige Nachbarschaften erhalten, Ausgrenzung vermieden und Integration unterstützt wird.
Prämiert wurde die REWOGE für die "Rheinsberger Initiative", bei der die Stadtverwaltung und die Wohnungsgesellschaft REWOGE setzten ab Oktober 2014 von Anfang an auf eine dezentrale Unterbringung von Geflüchteten setzten, damit der unmittelbare Kontakt zu den Einheimischen das Ankommen erleichtert. 40 Wohnungen wurden seitens der Wohnungsbaugesellschaft über Einzelmietverträge bereitgestellt. Parallel dazu übernahm die ‚Rheinsberger Initiative’, als neues Netzwerk von Ehrenamtlichen, Wohnungsgesellschaft, Schulen, sozialen Trägern und Stadtverwaltung entstanden, die Koordination von Hilfsangeboten nach dem Motto: Hilfe anbieten, wo sie erwünscht und abgefragt wird. Statt Bevormundung wurde die Selbständigkeit der neuen Rheinsberger gefördert. Über eine transparente Öffentlichkeitsarbeit u.a. durch das Magazin "Stadtleben" wurde die Rheinsberger Bevölkerung informiert. Eine "Lebensfibel" wurde gemeinsam erarbeitet und informiert über Regeln im nachbarschaftlichen Zusammenleben. Die neuen Bürger besuchen Sprachkurse, Schulen, arbeiten in örtlichen Betrieben oder absolvieren erste Praktika, bringen sich aktiv im öffentlichen Leben ein.
Die Preisverleihung fand im Rahmen des 11. Bundeskongresses Nationale Stadtentwicklung in Hamburg statt. Der Integrationspreis 2017 ist eine Gemeinschaftsinitiative des Deutschen Städtetages, des AWO Arbeiterwohlfahrt Bundesverbandes, des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, des vhw – Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung und des Deutschen Mieterbundes im Rahmen der Sozialen Stadt. Er findet unter dem Motto „Zusammenleben mit neuen Nachbarn“ mit Unterstützung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit statt.
Foto: Verleihung des Integrationspreises 2017 an die REWOGE/Foto: Jann Wilken
Rheinsberger Modell: Dezentraler Wohnverbund / Foto: J. Rammelt
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