REGIONALE ARBEITSLOSIGKEIT IM FEBRUAR LEICHT GESTIEGEN

PDF
Saisonbedingt ist die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen in Berlin und im Land Brandenburg im Februar leicht gestiegen. Der Anstieg fiel jedoch nicht so stark aus, wie angesichts der Konjunkturkrise von vielen befürchtet, und lag in beiden Ländern unter dem bundesdeutschen Durchschnitt. So waren im Februar in Berlin 242.052 Arbeitslose gemeldet, das waren 3.400 mehr als im Januar. Dies entspricht einer Arbeitslosenquote von 14,4 Prozent, das waren 0,2 Prozentpunkte mehr als im Vormonat, jedoch nach wie vor 0,6 Prozentpunkte weniger als vor einem Jahr. Damit seien die Anzeichen der Konjunkturkrise auf dem Berliner Arbeitsmarkt spürbar, es bestünden jedoch gute Chancen, gegenzusteuern, wertete Arbeitssenatorin Heidi Knake-Werner die aktuelle Statistik. So werde der Senat aus dem bundesweiten Konjunkturpaket 18 Millionen Euro Landesmittel bereitstellen, um mehr Stellen im öffentlich geförderten Beschäftigungssektor (ÖBS) und als Ersatz für weggefallenene  ABM-Stellen im SGB II-Bereich zu schaffen. Auch im Land Brandenburg war im Februar ein Anstieg der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen: Am Monatsende waren 185.566 Frauen und Männer in Brandenburg arbeitslos gemeldet. Das waren 2.305 bzw. 1,3 Prozent mehr als im Januar, aber immer noch 12.731 Menschen bzw. 6,4 Prozent weniger als im Februar 2008. Die Arbeitslosenquote bei 13,8 Prozent und damit um 0,2 Prozentpunkte höher als im Januar.Nach Einschätzung von Arbeitsministerin Dagmar Ziegler werden die Fördermöglichkeiten zur Vermeidung von Entlassungen in Brandenburg offenbar genutzt. Der Arbeitsmarkt in Brandenburg sei offenbar robuster als angenommen. Der Zuwachs von Januar auf Februar liege im Durchschnitt der vorigen Jahre, an den Arbeitsmarktzahlen ließen sich bisher keine Auswirkungen der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise ablesen. Dazu beigetragen habe sicherlich auch die rege Inanspruchnahme der angebotenen Fördermöglichkeiten.