"Die konservative Immobilienfinanzierung hat Deutschland vor den Verwerfungen bewahrt, die unter anderem in den USA zu einer dramatischen Wirtschaftskrise geführt haben". Mit diesen Worten würdigte Bundesbauminister Peter Ramsauer kürzlich am Rande eines Kongresses der Europäischen Bausparvereinigung die Bedeutung der Immobilienbranche für die deutsche Volkswirtschaft.
Derzeit stünden in Deutschland für rund 80 Millionen Menschen rund 40 Millionen Wohnungen zur Verfügung, so Ramsauer. Die Neubautätigkeit sei seit dem Höhepunkt in den 1990er Jahren deutlich gesunken. Nach der Wende wurde vor allem in Ostdeutschland neu gebaut, wo die Eigentumsquote mittlerweile bei durchschnittlich 32,5 Prozent liege. Heute liege der Schwerpunkt der Bautätigkeit bei Investitionen in den Bestand. Modernisierungen für mehr Komfort und Energieeffizienz sowie Anpassungen an neue Wohnbedürfnisse, vor allem für ältere Menschen, stünden im Mittelpunkt.Entsprechend seien die Förderprogramme des Bundes auf diese Schwerpunkte ausgelegt. In den vergangenen vier Jahren habe die Bundesregierung für zinsgünstige Darlehen und Zuschüsse für das Bauen und Sanieren rund sechs Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Seit 2006 seien fast 1,8 Millionen Wohnungen mit dieser Unterstützung saniert oder neu gebaut worden.
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