IM ÜBERBLICK: Presseinformation: Auszeichnung "Gewohnt gut" geht im Oktober nach Hennigsdorf | Projekt: "Altersgerechtes Wohnen im Zentrum" | Das Qualitätssiegel "Gewohnt gut – Fit für die Zukunft"
Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e. V. (BBU)Dr. Wolfgang Schönfelder, Leiter Landesgeschäftsstelle PotsdamMinisterium für Infrastruktur und Raumordnung des Landes Brandenburg (MIR)Jürgen Schweinberger, Abteilungsleiter"GEWOHNT GUT" GEHT IM OKTOBER NACH HENNIGSDORFDie Wohnungsgenossenschaft "Einheit" Hennigsdorf eG (WGH) ist am 21. Oktober mit dem Qualitätszeichen "Gewohnt gut – Fit für die Zukunft" ausgezeichnet worden. In ihrem Wohnungsprojekt "Altersgerechtes Wohnen im Zentrum" können Senioren bis ins hohe Alter ein selbstbestimmtes und aktives Leben mitten im Stadtzentrum führen – weil sie die Sicherheit haben, jederzeit auf Unterstützungsangebote in der unmittelbaren Nähe zurückgreifen zu können.Die ausgezeichnete Wohnanlage besteht aus fünf miteinander verbundenen, zweigeschossigen Wohnhäusern mit insgesamt 59 Wohneinheiten und einer Gewerbeeinheit. Hier ist der Pflegedienst angesiedelt, auf dessen Dienste die Senioren im Bedarfsfall zurückgreifen können. Die Lage mitten in Stadtzentrum und Fußgängerzone sichert ihren Mietern kurze Wege. 7,5 Millionen Euro investierte die Genossenschaft in Neubau und Gestaltung."Mit dem Neubau des Objekts im Zentrum von Hennigsdorf hat die WGH sich um die Entwicklung von Hennigsdorf verdient gemacht. Das auf die Bedürfnisse der Mieter zugeschnittene Dienstleistungsangebot gibt ihnen Sicherheit und ermöglicht ihnen dadurch ein selbstbestimmtes Leben. Solche Angebote sind nach wie vor nicht alltäglich", so Dr. Wolfgang Schönfelder, Leiter der BBU Landesgeschäftsstelle Potsdam, bei der Begründung der Auszeichnung. Jürgen Schweinberger, Abteilungsleiter beim Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung des Landes Brandenburg (MIR), gratulierte der WGH zu der Auszeichnung: "Die WGH hat in Hennigsdorf ein zukunftsweisendes Konzept für das altersgerechte Wohnen umgesetzt. Alle Bewohner können ihr Leben weiterhin eigenständig führen." Mit dem Neubau der fünf miteinander verbundenen zweigeschossigen Gebäude habe die WGH zudem einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Hennigsdorfer Innenstadt geleistet.Das Qualitätssiegel "Gewohnt gut – Fit für die Zukunft" wird monatlich vom Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU) und dem Infrastrukturministerium an ein märkisches Wohnungsunternehmen vergeben. Durch die Auszeichnung beispielhafter Projekte soll darauf aufmerksam gemacht werden: Stadterneuerung und Stadtumbau umfassen mehr als den Abriss dauerhaft nicht mehr benötigter Wohnungen, sondern auch die Aufwertung bestehender innerstädtischer Wohnquartiere. Über die Preisvergabe entscheidet eine Jury aus Vertretern von BBU und Infrastrukturministerium. Das Infrastrukturministerium hat die Schirmherrschaft übernommen."ALTERSGERECHTES WOHNEN IM ZENTRUM" – UNABHÄNGIGES WOHNEN BIS INS HOHE ALTERIn unmittelbarer Nähe zum Stadtzentrum von Hennigsdorf liegt der Wohnkomplex für altersgerechtes Wohnen der Wohnungsgenossenschaft "Einheit" Hennigsdorf eG (WGH). Für das Wohnprojekt erhielt die WGH das Qualitätssiegel "Gewohnt gut – Fit für die Zukunft". Die Jury hob hervor, dass den Senioren in den auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Wohnungen so lange wie möglich ein eigenständiges Leben ermöglicht werde, während nahe gelegene Betreuungsleistungen individuell wahrgenommen werden können.Bei dem ausgezeichneten Objekt würden altersgerechtes Wohnen und eine moderne Architektur in Einklang gebracht. Durch die durch ein Glasdach lichtdurchfluteten Gänge und die üppige Innenbegrünung sei den Bewohnern eine angenehme Atmosphäre zum Aufenthalt geschaffen worden. Die Verbindung der Gebäude untereinander und die begrünten Innenhöfe böten zahlreiche Möglichkeiten der Begegnung für alle Mieter, die so weiterhin im sozialen Kontakt bleiben. Die unmittelbare Nähe zum Stadtzentrum und zur Fußgängerzone gewährleiste die Nähe zum innerstädtischen Handels- und Kulturangebot.Die ausgezeichnete Wohnanlage erstreckt sich über fünf im Jahr 2004 neu gebaute, untereinander durch einen Gang verbundene Wohnhäuser. Alle 59 Wohnungen sowie die Aufzüge sind barrierefrei, die Bäder sind behindertengerecht ausgestattet. Die begrünten Innenhöfe sind vom Erdgeschoss aus über Terrassen erreichbar. Außer den Wohnungen hat die WGH in den Neubau eine Gewerbeeinheit integriert und diese an den Hennigsdorfer Pflegedienst vermietet. Die Investitionssumme, die komplett aus privaten Mitteln stammt, beträgt 7,5 Millionen Euro.DAS QUALITÄTSSIEGEL "GEWOHNT GUT – FIT FÜR DIE ZUKUNFT"Stadterneuerung und Stadtumbau sind viel mehr als nur der Abriss dauerhaft nicht mehr benötigter Wohnungen, sondern auch die Aufwertung bestehender Wohnquartiere und die Anpassung der sozialen, kulturellen und Bildungsinfrastruktur an den demografischen Wandel. Durch gute Wohnbedingungen und Funktionsstärkung der Innenstädte wird dafür gesorgt, dass die Menschen gerne in ihren Heimatregionen und Wirtschaftsunternehmen am Standort verbleiben oder sich neu ansiedeln. Jeden Monat zeichnen Infrastrukturministerium und BBU ein Projekt aus, das diesen Zielen in besonderer Weise gerecht wird. Es erhält das Qualitätssiegel "Gewohnt gut – Fit für die Zukunft".Auszeichnung für beispielhafte ProjekteDas Qualitätssiegel geht an brandenburgische Wohnungsunternehmen, deren Wohnungsbestände in besonderem Maße dem demografischen Wandel und der Sicherung guten und bezahlbaren Wohnraums Rechnung tragen. Das gilt insbesondere für das Wohnen im Alter und bei Behinderung ebenso wie für familiengerechtes Wohnen oder den nachhaltigen Einsatz regenerativer Energien.Mit dem Qualitätssiegel sollen beispielhafte Projekte von Wohnungsunternehmen zur Aufwertung der brandenburgischen Innenstädte gewürdigt werden. Im Mittelpunkt stehen dabei die Beiträge zu einer nachhaltigen Stadterneuerung. Zudem werden Standards definiert. Nur Projekte, die einem strengen Kriterienkatalog genügen, erhalten die Auszeichnung. Geprüft werden dabei beispielsweise der soziale Nutzen für die Mieter und für die Stadt sowie die Zukunftsfähigkeit der Projekte. Über die Preiswürdigkeit entscheidet eine Jury aus Vertretern von BBU und Infrastrukturministerium, unter dessen Schirmherrschaft das Qualitätssiegel steht.Mit Aufwertungsmaßnahmen wie der Anpassung von Grundrissen, dem Einbau von Aufzügen oder der Entwicklung von wohnbegleitenden Dienstleistungen haben viele Wohnungsunternehmen schon frühzeitig auf die Herausforderungen der Bevölkerungsentwicklung im Land Brandenburg reagiert und attraktiven Wohnraum für Familien und ältere Menschen geschaffen.Erneuerung, Abriss und Aufwertung: Verschiedene Seiten einer MedailleIm Mittelpunkt der Stadterneuerung steht die Zukunftsfähigkeit der brandenburgischen Städte. Im Rahmen des Stadtumbaus werden der Abriss dauerhaft nicht mehr benötigten Wohnraums und Aufwertung der bestehenden Wohnungsbestände daher gleichzeitig vorangetrieben. Eigeninvestitionen und LandesförderungIm Rahmen des Stadtumbaus hat das Infrastrukturministerium den Abriss von rund 42.000 Wohnungen mit rund 270 Millionen Euro (Bund-/Ländermittel) gefördert. Die Leerstandsquote konnte so landesweit von 13,1 Prozent auf 11,5 Prozent abgesenkt werden. Die BBU-Mitgliedsunternehmen haben bislang knapp 37.000 Wohnungen abgerissen und so einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen des Stadtumbaus geleistet. Zudem haben die Brandenburgischen Wohnungsunternehmen seit 1991 mehr als 5,9 Milliarden Euro in die Modernisierung ihrer Wohnungsbestände investiert.Unterstützt werden diese Beiträge durch öffentliche Förderprogramme des Landes:Von 1991 bis 2006 hat das Land Brandenburg im Rahmen der sozialen Wohnraumförderung 142.000 Wohnungen mit 5,1 Milliarden Euro gefördert. Davon waren 18.000 Wohnungen für selbstgenutztes Wohneigentum. 124.000 Mietwohnungen wurden modernisiert, teilweise alten- und behindertengerecht.Seit 2007 hat das Infrastrukturministerium die Wohnraumförderung neu ausgerichtet. Es erfolgt eine Konzentration auf die Innenstädte mit dem Schwerpunkt generationsgerechtes Wohnen. Hierfür wurden bisher für 2.000 Wohnungen 19,5 Millionen Euro bewilligt. Davon fließen rund 6,5 Millionen Euro in die Nachrüstung von Aufzügen.Ergänzt wird die soziale Wohnraumförderung durch die Programme der nationalen Städtebauförderung des Landes und Bundes sowie der Europäischen Union. Seit 1990 flossen in Brandenburger Städte rund 2,5 Milliarden Euro an Landes-, Bundes- und EU-Mitteln, einschließlich des Anteils der Kommunen sind dies rund 3,3 Milliarden.So trägt das Land dazu bei, dass Modernisierungsinvestitionen der Unternehmen in ihre Wohnungsbestände auch für sozial Schwache sowie für alle Altersgruppen und Lebenslagen bezahlbar bleiben.