QUALITÄTSSIEGEL "GEWOHNT GUT – FIT FÜR DIE ZUKUNFT"

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Preisträgerin: Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft mbH Gransee (Gewo) Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e. V. (BBU)Dr. Wolfgang Schönfelder, Leiter Landesgeschäftsstelle PotsdamMinisterium für Infrastruktur und Raumordnung des Landes Brandenburg (MIR)Jürgen Schweinberger, AbteilungsleiterIM ÜBERBLICK Presseinformation: Auszeichnung "Gewohnt gut" geht im August nach Gransee  "Gewohnt gut": regionale Verbundenheit ausgezeichnetAUSZEICHNUNG "GEWOHNT GUT" GEHT IM AUGUST NACH GRANSEEDie Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft mbH (Gewo) Gransee ist am 28. August mit dem Qualitätszeichen "Gewohnt gut – Fit für die Zukunft" ausgezeichnet worden. Mit ihrem Projekt "Wohnen – Betreuen – Begegnen" in der Rudolf-Breitscheid-Straße 85/86 habe sie nach Einschätzung der Jury die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass Senioren so lange wie möglich in ihrer angestammten Umgebung im historischen Stadtkern wohnen könnten.Infrastrukturminister Reinhold Dellmann gratulierte der Gewo zu der Auszeichnung. Damit werde der Beitrag der Gewo zur Stadterneuerung honoriert. "Die Gewo gehört zu den brandenburgischen Wohnungsunternehmen, die in besonderer Weise auf die Herausforderungen des demografischen Wandels und der Sicherung guten und bezahlbaren Wohnens in der Innenstadt reagiert haben", so Infrastrukturminister Reinhold Dellmann. Die Gebäude in der Rudolf-Breitscheid-Straße, mitten im historischen Stadtkern Gransees, befanden sich vor der Sanierung durch die Gewo in einem desolaten Zustand. Der mit Städtebaufördermitteln unterstützte Umbau ermögliche nun seinen Bewohnern ein attraktives Wohnen."Die Senioren können in den auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Wohnungen nicht nur so lange wie möglich ein selbstbestimmtes Leben führen. Außerdem wohnen sie im Stadtzentrum auch noch mitten im Gemeinschaftsleben. Das ist gut für die Senioren und gut für Gransee", so BBU-Vorstandsmitglied Ludwig Burkardt.Ulrich Springborn freute sich über die Auszeichnung: "Die Auszeichnung ist nicht nur Anerkennung für den Erfolg dieses Projektes, sondern auch für unseren Einsatz in Gransee. Damit ist ‚Gewohnt gut’ Ansporn, diesen Weg weiter zu gehen."Die ausgezeichnete Wohnanlage befindet sich in zwei historischen Wohnhäusern. Von den 19 Wohnungen sind zehn barrierefrei. Außer den Wohnungen hat die Gewo einen Aufenthaltsraum eingerichtet, die allen Senioren offen steht. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 2 Millionen Euro. Im Rahmen der Städtebauförderung wurden für das Projekt rund 850.000 Euro als Zuschuss bereitgestellt.Das Qualitätssiegel "Gewohnt gut – Fit für die Zukunft" wird monatlich vom Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU) und dem Infrastrukturministerium an ein märkisches Wohnungsunternehmen vergeben. Durch die Auszeichnung beispielhafter Projekte soll darauf aufmerksam gemacht werden: Stadterneuerung und Stadtumbau umfassen mehr als den Abriss dauerhaft nicht mehr benötigter Wohnungen, sondern auch die Aufwertung bestehender innerstädtischer Wohnquartiere. Über die Preisvergabe entscheidet eine Jury aus Vertretern von BBU und Infrastrukturministerium. Das Infrastrukturministerium hat die Schirmherrschaft übernommen. "GEWOHNT GUT": REGIONALE VERBUNDENHEIT AUSGEZEICHNETStadterneuerung und Stadtumbau bewirken viel mehr als nur den Abriss dauerhaft nicht mehr benötigter Wohnungen, sondern auch die Aufwertung bestehender Wohnquartiere und die Anpassung der sozialen, kulturellen und Bildungsinfrastruktur an den demografischen Wandel. Durch gute Wohnbedingungen und Funktionsstärkung der Innenstädte wird dafür gesorgt, dass die Menschen gerne in ihren Heimatregionen und Wirtschaftsunternehmen am Standort verbleiben oder sich neu ansiedeln. Infrastrukturministerium und BBU zeichnen monatlich vorbildliche Projekte mit dem Qualitätssiegel "Gewohnt gut – fit für die Zukunft" aus.Auszeichnung für beispielhafte ProjekteDas Qualitätssiegel geht an brandenburgische Wohnungsunternehmen, deren Wohnungsbestände in besonderem Maße dem demografischen Wandel und der Sicherung guten und bezahlbaren Wohnraums Rechnung tragen. Das gilt insbesondere für das Wohnen im Alter und bei Behinderung ebenso wie für familiengerechtes Wohnen oder den nachhaltigen Einsatz regenerativer Energien.Mit dem Qualitätssiegel sollen beispielhafte Projekte von Wohnungsunternehmen zur Aufwertung der brandenburgischen Innenstädte gewürdigt werden. Im Mittelpunkt stehen dabei die Beiträge zu einer nachhaltigen Stadterneuerung. Zudem werden Standards definiert. Nur Projekte, die einem strengen Kriterienkatalog genügen, erhalten die Auszeichnung. Geprüft werden dabei beispielsweise der soziale Nutzen für die Mieter und für die Stadt, und die Zukunftsfähigkeit der Projekte. Über die Preiswürdigkeit entscheidet eine Jury aus Vertretern von BBU und Infrastrukturministerium, unter dessen Schirmherrschaft das Qualitätssiegel steht.Mit Aufwertungsmaßnahmen wie der Anpassung von Grundrissen, dem Einbau von Aufzügen oder der Entwicklung von wohnbegleitenden Dienstleistungen haben viele Wohnungsunternehmen schon frühzeitig auf die Herausforderungen der Bevölkerungsentwicklung im Land Brandenburg reagiert und  attraktiven Wohnraum für Familien und ältere Menschen geschaffen.Erneuerung, Abriss und Aufwertung: Verschiedene Seiten einer MedailleIm Mittelpunkt der Stadterneuerung steht die Zukunftsfähigkeit der brandenburgischen Städte. Im Rahmen des Stadtumbaus werden der Abriss dauerhaft nicht mehr benötigten Wohnraums und Aufwertung der bestehenden Wohnungsbestände daher gleichzeitig vorangetrieben.Eigeninvestitionen und LandesförderungIm Rahmen des Stadtumbaus hat das Infrastrukturministerium den Abriss von rund 42.000 Wohnungen mit rund 270 Millionen Euro (Bund-/Ländermittel) gefördert. Die Leerstandsquote konnte so landesweit von 13,1 % auf 11,5 % abgesenkt werden. Die BBU-Mitgliedsunternehmen haben bislang knapp 37.000 Wohnungen abgerissen und so einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen des Stadtumbaus geleistet. Zudem haben die Brandenburgischen Wohnungsunternehmen seit 1991 mehr als 5,9 Milliarden Euro in die Modernisierung ihrer Wohnungsbestände investiert.Unterstützt werden diese Beiträge durch öffentliche Förderprogramme des Landes:Von 1991 bis 2006 hat das Land Brandenburg im Rahmen der sozialen Wohnraumförderung 142.000 Wohnungen mit 5,1 Milliarden Euro gefördert. Davon waren 18.000 Wohnungen für selbstgenutztes Wohneigentum. 124.000 Mietwohnungen wurden modernisiert, teilweise alten- und behindertengerecht.Seit 2007 hat das Infrastrukturministerium die Wohnraumförderung neu ausgerichtet. Es erfolgt eine Konzentration auf die Innenstädte mit dem Schwerpunkt generationsgerechtes Wohnen. Hierfür wurden bisher für 2.000 Wohnungen 19,5 Millionen Euro bewilligt. Davon fließen rund 6,5 Millionen Euro in die Nachrüstung von Aufzügen.Ergänzt wird die soziale Wohnraumförderung durch die Programme der nationalen Städtebauförderung des Landes und Bundes sowie der Europäischen Union. Seit 1990 flossen in Brandenburger Städte rund 2,5 Milliarden Euro an Landes-, Bundes- und EU-Mittel, einschließlich des Anteils der Kommunen sind dies rund 3,3 Milliarden.So trägt das Land dazu bei, dass Modernisierungsinvestitionen der Unternehmen in ihre Wohnungsbestände auch für sozial Schwache sowie für alle Altersgruppen und Lebenslagen bezahlbar bleiben."WOHNEN – BETREUEN – BEGEGNEN": SOZIALER NUTZEN UND STADTSANIERUNG HAND IN HANDMitten im historischen Stadtkern von Gransee liegt die Seniorenwohnanlage der Gewo, die mit Städtebaufördermitteln des Programms "städtebaulicher Denkmalschutz" saniert wurde. Sie wurde heute mit dem Qualitätssiegel "Gewohnt gut – Fit für die Zukunft" ausgezeichnet wurde. Die Jury hob hervor, dass bei dem ausgezeichneten Objekt sozialer und städtebaulicher Nutzen in exemplarischer Weise miteinander in Einklang gebracht worden seien. Die Senioren können in den auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Wohnungen so lange wie möglich ein selbstbestimmtes Leben führen. Außerdem wohnen sie im Stadtzentrum und damit mitten im Gemeinschaftsleben. Das ist gut für die Senioren und gut für Gransee.