PROSIEBENSAT.1 MEDIA AG ERWIRBT SBS BROADCASTING GROUP – STANDORT BERLIN IST BETROFFEN

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Ende Dezember 2006 hat der BBU über den Erwerb der Mehrheitsbeteiligung an der ProSiebenSat.1 Media AG durch die Lavena Holding 4 GmbH, eine von KKR und Permira kontrollierte Beteiligungsgesellschaft, berichtet. Schon damals hatten die neuen Gesellschafter angekündigt, nach Abschluss der Übernahme durch eine Zusammenführung der ProSiebenSat.1-Gruppe mit der von ihnen ebenfalls kontrollierten Senderkette Scandinavian Broadcasting Systems (SBS) einen europäischen TV-Konzern zu schaffen. Diese Pläne werden derzeit mit der Übernahme von 100 Prozent der Anteile an der SBS Broadcasting Group durch die ProSiebenSat.1-Gruppe realisiert. Das Transaktionsvolumen beläuft sich nach Senderangaben auf 3,3 Milliarden Euro. Die Transaktion soll nicht unter dem Vorbehalt kartell- oder medienaufsichtsrechtlicher Genehmigungen stehen und schon Anfang Juli 2007 vollzogen werden. Hauptsitz der neuen Gruppe, die weiterhin den Namen ProSiebenSat.1 Media AG tragen soll, bleibt München/Unterföhring. Auf einer Pressekonferenz des Senders in München wurde zudem bestätigt, dass bei dem Zusammenschluss von ProSiebenSat.1 und SBS personelle Einsparungen geplant seien. Nach Angaben von Guillaume de Posch, Vorstandsvorsitzender der ProSiebenSat.1 Media AG, sei der Standort Berlin von den Plänen besonders betroffen. Derzeit sind in Berlin rund 1.200 der insgesamt knapp 2.600 Mitarbeiter des Medienkonzerns beschäftigt. Die Sender Sat.1 und N24 haben ihren Sitz in der Hauptstadt.Durch den Zusammenschluss wird die ProSiebenSat.1-Gruppe künftig in 13 europäischen Ländern tätig sein. Zur neuen Gruppe gehören unter anderem 24 Free-TV-Sender, 24 Pay-TV-Sender und 22 Radio-Networks, darunter die deutschen Sender Sat.1, ProSieben, kabel eins, N24 und 9Live. SBS betreibt derzeit Sender in Belgien (Flandern), Bulgarien, Dänemark, Finnland, Griechenland, den Niederlanden, Norwegen, Rumänien, Schweden und Ungarn. Die ProSiebenSat.1 Gruppe vergrößert ihre Reichweite auf mehr als 77 Millionen TV-Haushalte in Europa und rückt damit nach eigenen Angaben auf Platz zwei unter allen TV-Anbietern in der EU.