ProPotsdam: Entwürfe für das Fachhochschulareal gehen in nächste Runde

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Die Auswahlkommission für das Vergabeverfahren „Am Alten Markt/Schloßstraße“ in Potsdam hat in ihrer dritten und vierten Sitzung im Dezember 2017 für jedes der neun zu vergebenden Lose bis zu drei Bieter ausgewählt: 23 Bieter sind nun aufgefordert ihre Gebote weiter zu konkretisieren. Die insgesamt 37 von der Kommission bewerteten Gebote bildeten ein breites Spektrum an Bau- und Nutzungskonzepten ab und stammten von erfahrenen Projektentwicklern, privaten Investoren, Selbstnutzern und Genossenschaften.

„Die Auswahlkommission hat am 5. und 7. Dezember 2017 intensiv über die Entwürfe diskutiert. Die Mischung aus Potsdam-Fachleuten aus der Stadtverordnetenversammlung und unabhängigen Fachgutachtern hat dem Verfahren eindeutig gutgetan“, sagt Uli Hellweg, Vorsitzender der Auswahlkommission „Am Alten Markt/Schloßstraße“. Die Auswahlkommission ist mit Vertretern aus den Faktionen der Stadtverordnetenversammlung, Fachgutachtern und Mitgliedern des Gestaltungsrates sowie der Stadtverwaltung und des Sanierungsträgers besetzt. Wie schon in den ersten Sitzungen der Auswahlkommission wurde zuerst in Arbeitsgruppen getagt, bevor deren Bewertungsvorschläge im Plenum besprochen und entschieden wurden.

„Die Herausforderung dieses sehr komplexen Verfahrens besteht durch die in der Auslobung formulierten Anforderungen und dem sich daraus ergebenen heterogenen Bieterfeld mit sehr unterschiedlichen Struktur- und Nutzungskonzepten. Ich danke den Bietern dafür, dass sie den großen Aufwand betrieben haben, um diesen Anforderungen gerecht zu werden,“ würdigt Bernd Rubelt, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen und Umwelt der Landeshauptstadt Potsdam, die eingegangenen Arbeiten und das Engagement aller Bieter. „Die eingereichten Entwürfe setzen sich kreativ und konstruktiv mit Gestaltung, Nutzung und den sogenannten Nutzungsprivilegien auseinander. Ich bin mir sicher, dass wir die angestrebten Planungsziele erreichen und sich das Areal zu einem qualitätsvollen und lebendigen Quartiersensemble zum Wohnen, Leben und Arbeiten in der Potsdamer Mitte entwickeln wird.“

„Wir werden die Bieter nun darüber informieren, wer es in die engere Wahl geschafft hat und welche Überarbeitungsaufgaben ihnen die Auswahlkommission mit auf den Weg gegeben hat,“ erläutert Bert Nicke, Geschäftsführer der Sanierungsträger Potsdam GmbH das weitere Vorgehen. „Die Bieter erhalten nun die Möglichkeit, ihre Gestaltung nochmals zu vertiefen und zu überarbeiten. Gleichzeitig ist der Umfang der von uns privilegierten Nutzungen, wie zum Beispiel Mietpreisbindungen und ähnliches, unter Berücksichtigung der Anregungen der Auswahlkommission verbindlich für das endgültige Angebot zu definieren.“ Die überarbeiteten Entwürfe wird die Auswahlkommission im März nächsten Jahres beurteilen und dann jeweils über einen Vergabevorschlag abstimmen. Die Stadtverordnetenversammlung der Landeshauptstadt Potsdam wird sich im Anschluss mit dem Thema beschäftigen und voraussichtlich in ihrer Sitzung vor der Sommerpause einen Beschluss fassen.

Auf dem Bild zu sehen sind (v.l.n.r.): der Beigeordnete für Stadtentwicklung, Bauen und Umwelt, Bernd Rubelt, der Geschäftsführer der Sanierungsträger Potsdam GmbH, Bert Nicke und die Geschäftsführerin der Sanierungsträger Potsdam GmbH, Sigrun Rabbe (Foto: Jessica Beulshausen/ProPotsdam) 

 

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