Der Entwicklungsträger Bornstedter Feld hat zur Vorbereitung des Bebauungsplanes für das Quartier "Rote Kaserne West" einen städtebaulichen Ideenwettbewerb ausgelobt, um die Grundlagen für eine qualitätsvolle und nachhaltige Entwicklung des Gebietes zu schaffen. Ziel war es, unter Berücksichtigung gestalterischer, ökologischer, funktionaler und ökonomischer Aspekte geeignete Bebauungsvorschläge für das Quartier in seinen Teilgebieten zu finden.
Die Rote Kaserne West ist das letzte große Quartier im Entwicklungsbereich Bornstedter Feld, für welches die Bauleitplanung, die Erschließung und der Grundstücksverkauf noch ausstehen. Abgesehen vom Neubau einer weiterführenden Schule soll es hauptsächlich dem Wohnungsbau vorbehalten werden. An dem Ideenwettbewerb nahmen 13 Architekturbüros aus Deutschland, den Niederlanden und Spanien teil. Die Wettbewerbsjury unter Vorsitz des Architekten Prof. Christian Rapp, Mitglied des Gestaltungsrates der Landeshauptstadt Potsdam, prämierte folgende Architekturbüros:1. Preisträger: Freie Planungsgruppe Berlin GmbH mit Löffler Kühn Architekten und hochC Landschaftsarchitektur2. Preisträger:Therese Strohe und Michael Ullrich3. Preisträger: ARGE Lorber + Paul Architekten mit club L94 Landschaftsarchitekten GmbHAnerkennung: Levs Architekten mit Landlab Landschaftsarchitekten Bram Bredveld"Die Arbeit des ersten Preisträgers zeigt, dass man mit einer strengen städtebaulichen Setzung sowohl ein breites, differenziertes Angebot an Wohnformen anbieten und eine gute Qualität des Freiraums schaffen kann, als auch dem Ort eine gute Zuordnung geben kann", bewertete das Preisgericht die Arbeit der Freien Planungsgruppe Berlin. Unterschiedliche WohntypologienDie städtebauliche Konzeption sollte die Qualitäten der umgebenden Landschafts- und Freiräume, insbesondere des Volksparks, mit einbeziehen und die Entwicklung unterschiedlicher Wohntypologien ermöglichen. Eine weitere Aufgabe war die Integration des Entwurfs von Schulz & Schulz Architekten für die geplante weiterführende Schule für rund 900 Schüler am Standort nördlich der Esplanade. Es waren Aspekte der Nutzung regenerativer Energien (Sonnenenergienutzung) und nachhaltiger Bauweisen (Wärmebedarfsminderung) zu berücksichtigen.Das Wettbewerbsergebnis soll im weiteren Prozess Grundlage für den noch aufzustellenden Bebauungsplan sein. Die Ausstellung zum Ideenwettbewerb ist bis zum 10. Januar 2013 montags bis freitags in der Zeit von 9 bis 18 Uhr (an Feiertagen geschlossen) im Foyer der ProPotsdam zu sehen.
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