PRO-KOPF-WOHNFLÄCHE IN DEUTSCHLAND AUF NEUEM HÖCHSTSTAND

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Die durchschnittliche Pro-Kopf-Wohnfläche ist 2006 auf den neuen Höchststand von 41,6 Quadratmetern angestiegen. 2005 hatte sie noch bei 41,2 und 2004 bei 40,8 Quadratmetern gelegen. Der Anstieg lag damit in den letzten Jahren relativ konstant bei knapp einem halben Quadratmeter pro Jahr. Dies ergaben aktuelle Berechnungen des ifs Städtebauinstituts in Berlin. Zwischen Ost- und Westdeutschland habe sich die Annäherung – wenn auch verlangsamt – weiter fortgesetzt. Während 1989, also vor der Wiedervereinigung, westdeutschen Bundesbürgern mit 36,7 Quadratmetern 9,3 Quadratmeter mehr Wohnfläche pro Einwohner zur Verfügung gestanden hätten als ostdeutschen Bürgern mit 27,4 Quadratmetern, habe sich der Unterschied bis 2006 bei 42,2 Quadratmetern in Westdeutschland und 38,9 Quadratmetern in Ostdeutschland auf nur noch 3,3 Quadratmeter reduziert. Maßgeblich zu dieser Entwicklung beigetragen habe die schrumpfende Haushaltsgröße, die von durchschnittlich 2,27 Personen pro Haushalt zu Anfang der 90er Jahre auf 2,10 Personen im Jahr 2006 gesunken sei.Der Anstieg der Pro-Kopf-Wohnfläche sei in Westdeutschland 2006 mit einem Zuwachs von 0,4 Quadratmetern etwas niedriger ausgefallen als in Ostdeutschland. In den ostdeutschen Bundesländern habe die durchschnittliche Wohnfläche um 0,5 Quadratmeter von 38,4 Quadratmeter auf 38,9 Quadratmeter zugenommen. Damit sei die Wohnfläche in Ostdeutschland seit 1989 um 11,5 Quadratmeter oder 42,0 Prozent gestiegen.Im innerdeutschen Vergleich gebe es zwischen den einzelnen Bundesländern weiter erhebliche Unterschiede: An der Spitze der durchschnittlichen Wohnfläche stehe unverändert das Saarland mit 47,3 Quadratmetern, gefolgt von Rheinland-Pfalz mit 46,3 und Niedersachsen mit 44,7 Quadratmetern. Am Ende dieser Skala rangierten die ostdeutschen Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern mit 38,1, Sachsen mit 38,3 und Thüringen sowie Berlin mit jeweils 38,9 Quadratmetern. Hamburg liege mit 36,1 Quadratmetern abgeschlagen an letzter Stelle. Überproportionale Zuwächse um 1,3 Quadratmeter in den letzten zwei Jahren verzeichneten das Saarland und Mecklenburg-Vorpommern. In Hamburg, Berlin und Bremen hätten die Pro-Kopf-Wohnflächen dagegen im Vergleich zu 2004 mit Zuwächsen um 0,1, 0,2 bzw. 0,3 Quadratmeter praktisch stagniert.