Wie die Financial Times Deutschland aktuell berichtet, arbeiten mehrere der weltweit größten Finanzinvestoren an der Gründung eines neuen Branchenverbandes in Deutschland. Die Initiative sei eine verspätete Reaktion auf die von Bundesarbeitsminister Franz Müntefering im Jahr 2005 entfachte "Heuschrecken-" Debatte.
Bislang gilt der Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) als der Branchenverband der Finanzinvestoren in Deutschland. Da in diesem aber Hunderte kleiner Wagniskapitalgesellschaften und mittelständischer Buyout-Firmen Mitglied seien, sähen die großen Gesellschaften ihre Interessen dort nicht ausreichend vertreten, so die Zeitung. Hauptinitiator der neuen Lobbygruppe sei der Chef von Apax Deutschland, Michael Phillips."Wir haben als Branche kaum etwas für Kommunikation und Transparenz getan" zitiert die FTD einen Private Equity-Manager. Ein Verband könne die notwendigen Aktivitäten, die die Unternehmen bislang einzeln verfolgen, besser bündeln. Zudem solle er Datenmaterial sammeln, etwa über die Entwicklung der Arbeitsplätze bei Private Equity-Unternehmen. Bereits Ende Dezember hatten elf US-amerikanische Fonds die Gründung eines Private Equity Council (PEC) bekannt gegeben.