PRESSEMAPPE: QUALITÄTSSIEGEL "GEWOHNT GUT – FIT FÜR DIE ZUKUNFT"

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Preisträgerin: Wohnungsbaugesellschaft im Spreewald mbH Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e. V. (BBU)Dr. Wolfgang Schönfelder, Leiter Landesgeschäftsstelle PotsdamMinisterium für Infrastruktur und Raumordnung des Landes Brandenburg (MIR)Jürgen Schweinberger, AbteilungsleiterIM ÜBERBLICK Presseinformation: Qualitätssiegel "Gewohnt gut – Fit für die Zukunft" geht im Januar nach Lübbenau Projekt "Niedrigenergiehaus im Bestand" Das Qualitätssiegel "Gewohnt gut – Fit für die Zukunft""GEWOHNT GUT" GEHT IM JANUAR AN DIE WIS IN LÜBBENAUDie Wohnungsbaugesellschaft im Spreewald mbH (WIS) ist im Januar mit dem Qualitätssiegel "Gewohnt gut – Fit für die Zukunft" ausgezeichnet worden. Sie erhält die Auszeichnung für ihr Projekt "Niedrigenergiehaus im Bestand" in der Straße der Jugend 7-9. "Hier wurde ein zuvor leer stehendes Haus durch Umbau nicht nur zum Niedrigenergiehaus, sondern durch Barrierefreiheit auch Wohnen für Senioren ermöglicht", so die Jury in ihrer Begründung."Das Projekt der WIS zeigt, wie man dem Leerstand kreativ begegnen kann", so Dr. Wolfgang Schönfelder, Leiter der BBU-Landesgeschäftsstelle Potsdam. Damit habe die WIS in besonderer Weise auf die Herausforderungen sowohl des demografischen Wandels, als auch von Stadtumbau Ost und Klimawandel reagiert.Reinhold Dellmann, Minister für Infrastruktur und Raumordnung des Landes Brandenburg, gratulierte zu der Auszeichnung. "Mit solchen Projekten stärken die Wohnungsbaugesellschaften die Zukunftsfähigkeit der brandenburgischen Städte.""Diese Auszeichnung durch den BBU und das MIR freut uns sehr", so Michael Jakobs, Geschäftsführer der WIS. "Mit unserem Engagement wollen wir dazu beitragen, dass die Menschen gerne in dieser Region leben."Das Qualitätssiegel "Gewohnt gut – Fit für die Zukunft" wird monatlich vom Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU) und dem Infrastrukturministerium an ein märkisches Wohnungsunternehmen vergeben. Durch die Auszeichnung beispielhafter Projekte soll darauf aufmerksam gemacht werden: Stadterneuerung und Stadtumbau umfassen mehr als den Abriss dauerhaft nicht mehr benötigter Wohnungen, sondern auch die Aufwertung bestehender innerstädtischer Wohnquartiere. Über die Preisvergabe entscheidet eine Jury aus Vertretern von BBU und Infrastrukturministerium. Das Infrastrukturministerium hat die Schirmherrschaft übernommen."NIEDRIGENERGIEHAUS IM BESTAND":MIT BARRIEREFREIHEIT UND GÜNSTIGEN BETRIEBSKOSTEN GEGEN DEN LEERSTANDMit Investitionen von rund 2,7 Millionen Euro hat die Wohnungsbaugesellschaft im Spreewald mbH (WIS) einen zuvor leer stehenden Plattenbau zum barrierefreien Niedrigenergiehaus umgebaut. In der Neustadt gelegen, profitieren Senioren nicht nur von der zentralen Lage, sondern auch von dauerhaft günstigen Betriebskosten.Das viergeschossige Mehrfamilienhaus in Plattenbauweise stammt aus dem Jahr 1961. Die Sanierung und Umbau des dann leerstehenden Gebäudes wurde im Dezember 2005 abgeschlossen.Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung "Neben einer 16 cm starken Wärmedämmung und der Herstellung der Luftdichtheit des Gebäudes haben wir eine moderne Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung installiert. Dadurch sparen wir Energie", erläuterte WIS-Geschäftsführer Michael Jakobs. Außerdem seien in allen 48 Wohnungen die Grundrisse an die Bedürfnisse von Senioren angepasst und in jedem Hauseingang Aufzüge angebaut worden. Jakobs: "Dadurch haben wir jetzt Barrierefreiheit vom Keller bis in die Wohnungen."Strategien gegen die Abwanderung"Mit der Sanierung und Modernisierung des Gebäudes hat die WIS ein Zeichen gegen den Bevölkerungsrückgang gesetzt", hob Infrastrukturminister Reinhold Dellmann hervor. Durch die Aufzugsanlagen, einen großzügig gestalteten Eingangsbereich und eine Wohnumfeldgestaltung mit besonderem Flair werde Senioren modernes und bezahlbares Wohnen mitten in Lübbenau ermöglicht, so BBU-Landesgeschäftsstellenleiter Dr. Wolfgang Schönfelder.35 Prozent EigenmittelDie Investitionssumme betrug insgesamt rund 2,7 Millionen Euro. Die Finanzierung erfolgte zu 35 Prozent aus Eigenmitteln und zu 65 Prozent aus Fremdmitteln. Von diesen 1,7 Millionen Euro stammten rund 647.000 Euro aus einem KfW-Darlehen der Investitionsbank Brandenburg (ILB) sowie knapp 1,1 Millionen Euro aus einem Förderdarlehen der ILB.DAS QUALITÄTSSIEGEL "GEWOHNT GUT – FIT FÜR DIE ZUKUNFT"Stadterneuerung und Stadtumbau sind viel mehr als nur der Abriss dauerhaft nicht mehr benötigter Wohnungen, sondern auch die Aufwertung bestehender Wohnquartiere und die Anpassung der sozialen, kulturellen und Bildungsinfrastruktur an den demografischen Wandel. Durch gute Wohnbedingungen und Funktionsstärkung der Innenstädte wird dafür gesorgt, dass die Menschen gerne in ihren Heimatregionen und Wirtschaftsunternehmen am Standort verbleiben oder sich neu ansiedeln. Jeden Monat zeichnen Infrastrukturministerium und BBU ein Projekt aus, das diesen Zielen in besonderer Weise gerecht wird. Es erhält das Qualitätssiegel "Gewohnt gut – Fit für die Zukunft".Auszeichnung für beispielhafte ProjekteDas Qualitätssiegel geht an brandenburgische Wohnungsunternehmen, deren Wohnungsbestände in besonderem Maße dem demografischen Wandel und der Sicherung guten und bezahlbaren Wohnraums Rechnung tragen. Das gilt insbesondere für das Wohnen im Alter und bei Behinderung ebenso wie für familiengerechtes Wohnen oder den nachhaltigen Einsatz regenerativer Energien.Mit dem Qualitätssiegel sollen beispielhafte Projekte von Wohnungsunternehmen zur Aufwertung der brandenburgischen Innenstädte gewürdigt werden. Im Mittelpunkt stehen dabei die Beiträge zu einer nachhaltigen Stadterneuerung. Zudem werden Standards definiert. Nur Projekte, die einem strengen Kriterienkatalog genügen, erhalten die Auszeichnung. Geprüft werden dabei beispielsweise der soziale Nutzen für die Mieter und für die Stadt sowie die Zukunftsfähigkeit der Projekte. Über die Preiswürdigkeit entscheidet eine Jury aus Vertretern von BBU und Infrastrukturministerium, unter dessen Schirmherrschaft das Qualitätssiegel steht.Mit Aufwertungsmaßnahmen wie der Anpassung von Grundrissen, dem Einbau von Aufzügen oder der Entwicklung von wohnbegleitenden Dienstleistungen haben viele Wohnungsunternehmen schon frühzeitig auf die Herausforderungen der Bevölkerungsentwicklung im Land Brandenburg reagiert und attraktiven Wohnraum für Familien und ältere Menschen geschaffen.Erneuerung, Abriss und Aufwertung: Verschiedene Seiten einer MedailleIm Mittelpunkt der Stadterneuerung steht die Zukunftsfähigkeit der brandenburgischen Städte. Im Rahmen des Stadtumbaus werden der Abriss dauerhaft nicht mehr benötigten Wohnraums und Aufwertung der bestehenden Wohnungsbestände daher gleichzeitig vorangetrieben.Eigeninvestitionen und LandesförderungIm Rahmen des Stadtumbaus hat das Infrastrukturministerium den Abriss von rund 42.000 Wohnungen mit rund 270 Millionen Euro (Bund-/Ländermittel) gefördert. Die Leerstandsquote konnte so landesweit von 13,1 Prozent auf 11,5 Prozent abgesenkt werden. Die BBU-Mitgliedsunternehmen haben bislang knapp 37.000 Wohnungen abgerissen und so einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen des Stadtumbaus geleistet. Zudem haben die brandenburgischen Wohnungsunternehmen seit 1991 mehr als 5,9 Milliarden Euro in die Modernisierung ihrer Wohnungsbestände investiert.Unterstützt werden diese Beiträge durch öffentliche Förderprogramme des Landes:Von 1991 bis 2006 hat das Land Brandenburg im Rahmen der sozialen Wohnraumförderung 142.000 Wohnungen mit 5,1 Milliarden Euro gefördert. Davon waren 18.000 Wohnungen für selbstgenutztes Wohneigentum. 124.000 Mietwohnungen wurden modernisiert, teilweise alten- und behindertengerecht.Seit 2007 hat das Infrastrukturministerium die Wohnraumförderung neu ausgerichtet. Es erfolgt eine Konzentration auf die Innenstädte mit dem Schwerpunkt generationsgerechtes Wohnen. Hierfür wurden bisher für 2.000 Wohnungen 19,5 Millionen Euro bewilligt. Davon fließen rund 6,5 Millionen Euro in die Nachrüstung von Aufzügen.Ergänzt wird die soziale Wohnraumförderung durch die Programme der nationalen Städtebauförderung des Landes und Bundes sowie der Europäischen Union. Seit 1990 flossen in Brandenburger Städte rund 2,5 Milliarden Euro an Landes-, Bundes- und EU-Mitteln, einschließlich des Anteils der Kommunen sind dies rund 3,3 Milliarden.So trägt das Land dazu bei, dass Modernisierungsinvestitionen der Unternehmen in ihre Wohnungsbestände auch für sozial Schwache sowie für alle Altersgruppen und Lebenslagen bezahlbar bleiben.