PRESSEMAPPE: QUALITÄTSSIEGEL "GEWOHNT GUT – FIT FÜR DIE ZUKUNFT"

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Preisträgerin im April: Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Wittenberge mbH Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e. V. (BBU)Dr. Wolfgang Schönfelder, Leiter BBU-Landesgeschäftsstelle PotsdamMinisterium für Infrastruktur und Raumordnung des Landes Brandenburg (MIR)Jürgen Schweinberger, AbteilungsleiterIM ÜBERBLICK Presseinformation: Qualitätssiegel "Gewohnt gut – Fit für die Zukunft" geht im April nach Wittenberge Projekt "Mittendrin dabei – seniorengerechtes Wohnen in der Innenstadt" Das Qualitätssiegel "Gewohnt gut – Fit für die Zukunft"MITTENDRIN DABEI: "GEWOHNT GUT" IM APRIL AN WOHNUNGSBAUGESELLSCHAFT DER STADT WITTENBERGE MBHAm 30. April nahm Torsten Diehn, Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Wittenberge mbH, das von BBU und MIR verliehene Qualitätssiegel "Gewohnt gut – Fit für die Zukunft" entgegen. Überreicht wurde die Urkunde durch Dr. Wolfgang Schönfelder, Leiter der BBU-Landesgeschäftsstelle Potsdam, und Jürgen Schweinberger vom MIR. Ausgezeichnet wurden behindertengerechte und seniorenfreundliche Wohnungen in der Innenstadt von Wittenberge. Ausgezeichnet wurde das Projekt "Mittendrin – Seniorengerechtes Wohnen in der Innenstadt". Die Wohnungsbaugesellschaft hat dabei drei denkmalgeschützte Mehrfamilienhäuser in der Goethestraße 10-12 in Wittenberge saniert und umgebaut. Die Gebäude befinden sich mitten in der Wittenberger Innenstadt. "Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung. Das Qualitätssiegel zeigt, dass sich unsere Anstrengungen gelohnt haben", so Torsten Diehn. In unmittelbarer Nachbarschaft seien ähnliche Sanierungsvorhaben in Angriff genommen worden. "Mit diesen Wohnungen bietet die Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Wittenberge auch Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit, selbstbestimmt komfortabel, günstig und urban zu wohnen. Sie müssen trotz körperlicher Einschränkungen nicht darauf verzichten, am Leben teilzunehmen. Das ist gut für sie und gut für Wittenberge", so Dr. Wolfgang Schönfelder zur Begründung der Auszeichnung. "Ich gratuliere der Wohnungsgesellschaft der Stadt Wittenberge herzlich zu diesem Erfolg", so Brandenburgs Infrastrukturminister Reinhold Dellmann, Schirmherr der Aktion. "Das Projekt steht für den Einsatz kommunaler und genossenschaftlicher Wohnungsunternehmen für die Menschen in Brandenburgs Städten." Durch Sanierung und Umbau seien Leerstand und Verfall vermieden worden. Außerdem konnten Straßen- und Stadtbild aufgewertet werden. Das Qualitätssiegel "Gewohnt gut – Fit für die Zukunft" wird monatlich vom Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU) und dem Infrastrukturministerium an ein märkisches Wohnungsunternehmen vergeben. Durch die Auszeichnung beispielhafter Projekte soll darauf aufmerksam gemacht werden: Stadterneuerung und Stadtumbau umfassen mehr als nur den Abriss dauerhaft nicht mehr benötigter Wohnungen. Auch die Aufwertung bestehender innerstädtischer Wohnquartiere ist von großer Bedeutung. Über die Preisvergabe entscheidet eine Jury, die neben dem Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU) aus Vertretern der Arbeitsgemeinschaft "Innenstadtforum Brandenburg", dem Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung (IRS), sowie dem Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung des Landes Brandenburg (MIR) besteht. MITTENDRIN DABEI – SENIORENGERECHTES WOHNEN IN DER INNENSTADT "Die Wohnungsbaugesellschaft hat hier an alles gedacht – vom barrierefreien Umfeld über schwellenlose Bäder bis hin zu Abstellboxen für Gehhilfen". Mit diesen Worten umschrieb eine Seniorin, was das Wohnen im sanierten und behindertengerecht umgebauten Anwesen in der Goethestraße 10-12 angenehm macht. "In den drei Mehrfamilienhäusern in der Goethestraße haben wir versucht, allen Ansprüchen von Bewohnern mit Behinderungen gerecht zu werden", umriss Torsten Diehn, Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Wittenberge mbH, die Grundlagen des Sanierungsprojekts. Alle Erdgeschosswohnungen in den drei Gebäuden wurden im Zuge der Sanierung behinderten- und seniorengerecht umgebaut. Hierdurch wurden insgesamt sechs barrierefreie Wohnungen geschaffen. Dabei seien nicht nur die Grundrisse komplett überarbeitet worden. Diehn: "Außerdem haben wir auch die Hauseingangstüren verbreitert, behindertengerechte Türöffnungsvorrichtungen eingebaut, die Bäder behindertengerecht gestaltet und die Terrassen auf einem großzügigen gemeinsamen Innenhof barrierefrei hergerichtet." Mit dem Projekt habe die Wohnungsbaugesellschaft in der Goethestraße einen optischen Akzent setzen können. Die Altbauten hier seien teilweise verlassen und durch Verfall gekennzeichnet, so Diehn. "Mit der Sanierung haben wir einen Anker gesetzt, durch den hoffentlich die ganze Straße belebt wird. Mit zwei weiteren Sanierungen inklusive Fahrstuhleinbau schaffen wir gegenwärtig zehn weitere behindertengerechte Wohnungen. Gerade in einem Altbau sind solche Umbauten außerordentlich anspruchsvoll."Besonders wichtig sei der Wohnungsbaugesellschaft der Aspekt gewesen, in der Innenstadt von Wittenberge mehr Wohnangebote für Senioren und Menschen mit Behinderungen zu schaffen. "Damit haben wir zwei Zielsetzungen verfolgt: Erstens haben diese Menschen so die Möglichkeit, weiterhin aktiv am Stadtleben teilzunehmen. Und zweitens bieten wir so Anreize, dass die Menschen in der Innenstadt wohnen bleiben. Sie bleibt dadurch vital." Das Projekt hatte ein Investitionsvolumen von rund 1,4 Millionen Euro. 53 Prozent dieser Summe hat die Wohnungsbaugesellschaft aus Eigenmitteln aufgebracht, 35 Prozent wurden fremdfinanziert. Zwölf Prozent der Investitionssumme wurden im Rahmen des Stadtumbau Ost-Programms öffentlich gefördert. DAS QUALITÄTSSIEGEL "GEWOHNT GUT – FIT FÜR DIE ZUKUNFT"Stadterneuerung und Stadtumbau sind viel mehr als nur Abriss dauerhaft nicht mehr benötigter Wohnungen. Zentrale Bestandteile sind auch die Aufwertung bestehender Wohnquartiere und die Anpassung der sozialen, kulturellen und Bildungsinfrastruktur an den demografischen Wandel. Durch gute Wohnbedingungen und Funktionsstärkung der Innenstädte wird dafür gesorgt, dass die Menschen gerne in ihren Heimatregionen und Wirtschaftsunternehmen am Standort verbleiben oder sich neu ansiedeln. Jeden Monat zeichnen Infrastrukturministerium und BBU ein Projekt aus, das diesen Zielen in besonderer Weise gerecht wird. Es erhält das Qualitätssiegel "Gewohnt gut – Fit für die Zukunft".Auszeichnung für beispielhafte ProjekteDas Qualitätssiegel geht an brandenburgische Wohnungsunternehmen, deren Wohnungsbestände in besonderem Maße dem demografischen Wandel und der Sicherung guten und bezahlbaren Wohnraums Rechnung tragen. Das gilt insbesondere für das Wohnen im Alter und bei Behinderung ebenso wie für familiengerechtes Wohnen oder den nachhaltigen Einsatz regenerativer Energien.Mit dem Qualitätssiegel sollen beispielhafte Projekte von Wohnungsunternehmen zur Aufwertung der brandenburgischen Innenstädte gewürdigt werden. Im Mittelpunkt stehen dabei die Beiträge zu einer nachhaltigen Stadterneuerung. Zudem werden Standards definiert. Nur Projekte, die einem strengen Kriterienkatalog genügen, erhalten die Auszeichnung. Geprüft werden dabei beispielsweise der soziale Nutzen für die Mieter und für die Stadt sowie die Zukunftsfähigkeit der Projekte. Mit Aufwertungsmaßnahmen wie der Anpassung von Grundrissen, dem Einbau von Aufzügen oder der Entwicklung von wohnbegleitenden Dienstleistungen haben viele Wohnungsunternehmen schon frühzeitig auf die Herausforderungen der Bevölkerungsentwicklung im Land Brandenburg reagiert und attraktiven Wohnraum für Familien und ältere Menschen geschaffen.Erneuerung, Abriss und Aufwertung: Verschiedene Seiten einer MedailleIm Mittelpunkt der Stadterneuerung steht die Zukunftsfähigkeit der brandenburgischen Städte. Im Rahmen des Stadtumbaus werden der Abriss dauerhaft nicht mehr benötigten Wohnraums und Aufwertung der bestehenden Wohnungsbestände daher gleichzeitig vorangetrieben.Eigeninvestitionen und LandesförderungIm Rahmen des Stadtumbaus hat das Infrastrukturministerium den Abriss von rund 42.000 Wohnungen mit rund 270 Millionen Euro (Bund-/Ländermittel) gefördert. Die Leerstandsquote konnte so landesweit von 13,1 Prozent auf 11,5 Prozent abgesenkt werden. Die BBU-Mitgliedsunternehmen haben bislang knapp 37.000 Wohnungen abgerissen und sind damit die Hauptträger Stadtumbaus im Land Brandenburg. Zudem haben die brandenburgischen Wohnungsunternehmen seit 1991 mehr als 5,9 Milliarden Euro in die Modernisierung ihrer Wohnungsbestände investiert.Unterstützt werden diese Beiträge durch öffentliche Förderprogramme des Landes:Von 1991 bis 2006 hat das Land Brandenburg im Rahmen der sozialen Wohnraumförderung 142.000 Wohnungen mit 5,1 Milliarden Euro gefördert. Davon waren 18.000 Wohnungen für selbstgenutztes Wohneigentum. 124.000 Mietwohnungen wurden modernisiert, teilweise alten- und behindertengerecht.Seit 2007 hat das Infrastrukturministerium die Wohnraumförderung neu ausgerichtet. Es erfolgt eine Konzentration auf die Innenstädte mit dem Schwerpunkt generationsgerechtes Wohnen. Hierfür wurden bisher für 2.000 Wohnungen 19,5 Millionen Euro bewilligt. Davon fließen rund 6,5 Millionen Euro in die Nachrüstung von Aufzügen.Ergänzt wird die soziale Wohnraumförderung durch die Programme der nationalen Städtebauförderung des Landes und Bundes sowie der Europäischen Union. Seit 1990 flossen in Brandenburger Städte rund 2,5 Milliarden Euro an Landes-, Bundes- und EU-Mitteln, einschließlich des Anteils der Kommunen sind dies rund 3,3 Milliarden.So trägt das Land dazu bei, dass Modernisierungsinvestitionen der Unternehmen in ihre Wohnungsbestände auch für sozial Schwache sowie für alle Altersgruppen und Lebenslagen bezahlbar bleiben.