PRESSEMAPPE: QUALITÄTSSIEGEL "GEWOHNT GUT – FIT FÜR DIE ZUKUNFT"

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Preisträgerin im Juni: GWV Gebäude- und Wohnungsverwaltung GmbH Wittstock Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e. V. (BBU)Dr. Wolfgang Schönfelder, Leiter BBU-Landesgeschäftsstelle PotsdamMinisterium für Infrastruktur und Raumordnung des Landes Brandenburg (MIR)Jürgen Schweinberger, AbteilungsleiterIM ÜBERBLICK Presseinformation: Qualitätssiegel "Gewohnt gut – Fit für die Zukunft" geht im Juni nach Wittstock Projekt "Mehrgenerationenwohnen im Niedrigenergiehaus" Das Qualitätssiegel "Gewohnt gut – Fit für die Zukunft"SELBSTBESTIMMT UND MODERN: "GEWOHNT GUT" IM JUNI AN DIE GWV WITTSTOCK"Wir wollen Wohnen in Wittstock immer attraktiver machen. Diesem Ziel sind wir mit unserem neuen Niedrigenergiehaus in der Kuhstraße weiter näher gekommen", so Dr. Hansjörg Löther, Geschäftsführer der Gebäude- und Wohnungsverwaltung Wittstock (GWV) GmbH. Das Projekt wurde nun mit dem Gütesiegel "Gewohnt gut – Fit für die Zukunft" ausgezeichnet. "Das Gütesiegel ist für die GWV ein großer Ansporn, sich weiter konsequent für Wittstock und seine Bewohner einzusetzen", so Löther weiter. Bei dem ausgezeichneten Niedrigenergiehaus handelt es sich um ein 1986 errichtetes und bis Oktober 2008 umgebautes dreigeschossiges Wohngebäude. Neben einer umfassenden energetischen Modernisierung wurden die Wohnungen außerdem behindertengerecht gestaltet. Außerdem wurde der vierte Stock zur Angleichung der Gebäudehöhe an die Nachbargebäude rückgebaut. Insgesamt wurden 2,4 Millionen Euro investiert. "Mit diesem sehr ehrgeizigen und umfassenden Projekt ist es der GWV gelungen, die Attraktivität der Innenstadt von Wittstock weiter zu stärken. Durch die Barrierefreiheit der Wohnungen können Senioren so lange wie möglich ein selbstbestimmtes Leben mitten im Geschehen führen", so Dr. Wolfgang Schönfelder, Leiter der Landesgeschäftsstelle Potsdam des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU), zur Begründung der Auszeichnung. Brandenburgs Infrastrukturminister Reinhold Dellmann, Schirmherr der Aktion, gratulierte der GWV zu der Auszeichnung. "Mit ihrem Projekt macht die GWV deutlich, dass Stadtumbau Ost mehr ist als nur Abriss. Die intelligente Aufwertung von Beständen unter Einbeziehung von Fördermitteln des Landes kann dort, wo besondere Zielgruppen angesprochen werden, sinnvoll sein." Der nach der Modernisierung sehr niedrige Energiebedarf des Gebäudes sei besonders hervorzuheben, so Dellmann weiter. Das Qualitätssiegel "Gewohnt gut – Fit für die Zukunft" wird monatlich vom Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU) und dem Infrastrukturministerium an ein märkisches Wohnungsunternehmen vergeben. Durch die Auszeichnung beispielhafter Projekte soll darauf aufmerksam gemacht werden: Stadterneuerung und Stadtumbau umfassen mehr als nur den Abriss dauerhaft nicht mehr benötigter Wohnungen. Auch die Aufwertung bestehender innerstädtischer Wohnquartiere ist von großer Bedeutung. Über die Preisvergabe entscheidet eine Jury, die neben dem Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU) aus Vertretern der Arbeitsgemeinschaft "Innenstadtforum Brandenburg", dem Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung (IRS), sowie dem Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung des Landes Brandenburg (MIR) besteht. MEHRGENERATIONENWOHNEN IM NIEDRIGENERGIEHAUS: MIT WÄRMEDÄMMUNG UND CLUBRAUM GUT VERSORGT Barrierefreiheit, hochwertig ausgestatteter Clubraum, Sonnenterrasse und Niedrigenergiehausstandard: "Wir wollen Senioren auch in der Wittstocker Innenstadt ein selbstbestimmtes und aktives Leben ermöglichen", so GWV-Geschäftsführer Dr. Hansjörg Löther.  Aus einem vormals viergeschossigen Wohnhaus aus dem Jahr 1986 mitten in der Innenstadt von Wittstock wurde mit Investitionen von 2,4 Millionen Euro ein modernes, seniorengerechtes Niedrigenergiehaus. Das Land hat diese Investition der GWV mit Fördermitteln in Höhe von 1,1 Mio. €  aus der Modernisierungs- und Instandsetzungsrichtlinie unterstützt.Starke Verringerung des Heizenergiebedarfs"Durch eine optimale Wärmedämmung, ein Blockheizwerk und Anlagen zur Wärmerückgewinnung haben wir den Energiebedarf des Gebäudes auf ein gutes Viertel des ursprünglichen Wertes reduziert", erläutert Löther. Lag der Heizenergiebedarf vor der Sanierung bei 200 kWh pro Quadratmeter, beträgt er jetzt nur noch knapp 60. Dadurch würden die Mieter bei den Heizkosten entlastet. Barrierefreie Wohnungen, moderne BäderDie vierte Etage wurde im Zuge der Modernisierung rückgebaut. "Dadurch gleicht sich das Haus jetzt den übrigen Gebäuden in der Kuhstraße an", so Löther. Die einheitliche Gebäudehöhe sorge jetzt für ein harmonisches Straßenbild. Gleichzeitig wurden die Wohnungen grundlegend umgebaut. Beim Neuzuschnitt der Grundrisse wurde darauf geachtet, dass die Wohnungen barrierefrei sind. Außerdem wurde bei den Umbauten bei den Grundrissen eine hohe Variantenvielfalt realisiert. Clubraum und Innenhofgestaltung als BesonderheitenEin rund 80 Quadratmeter großer Clubraum bietet den Mietern der Kuhstraße 1-5 zahlreiche Möglichkeiten zur gemeinsamen Freizeitgestaltung. Die Bewirtschaftung des Clubraumes besorgt die GWV teilweise gemeinsam mit der Volkssolidarität. Löther: "Dadurch stellen wir sicher, dass die Angebote im Clubraum hochwertig sind und unsere Mieter aktiv am Leben teilnehmen können." Eine Terrasse sowie eine aufwändige Gestaltung des Innenhofs runden das Wohnangebot ab. DAS QUALITÄTSSIEGEL "GEWOHNT GUT – FIT FÜR DIE ZUKUNFT"Stadterneuerung und Stadtumbau sind viel mehr als nur Abriss dauerhaft nicht mehr benötigter Wohnungen. Zentrale Bestandteile sind auch die Aufwertung bestehender Wohnquartiere und die Anpassung der sozialen, kulturellen und Bildungsinfrastruktur an den demografischen Wandel. Durch gute Wohnbedingungen und Funktionsstärkung der Innenstädte wird dafür gesorgt, dass die Menschen gerne in ihren Heimatregionen und Wirtschaftsunternehmen am Standort verbleiben oder sich neu ansiedeln. Jeden Monat zeichnen Infrastrukturministerium und BBU ein Projekt aus, das diesen Zielen in besonderer Weise gerecht wird. Es erhält das Qualitätssiegel "Gewohnt gut – Fit für die Zukunft".Auszeichnung für beispielhafte ProjekteDas Qualitätssiegel geht an brandenburgische Wohnungsunternehmen, deren Wohnungsbestände in besonderem Maße dem demografischen Wandel und der Sicherung guten und bezahlbaren Wohnraums Rechnung tragen. Das gilt insbesondere für das Wohnen im Alter und bei Behinderung ebenso wie für familiengerechtes Wohnen oder den nachhaltigen Einsatz regenerativer Energien.Mit dem Qualitätssiegel sollen beispielhafte Projekte von Wohnungsunternehmen zur Aufwertung der brandenburgischen Innenstädte gewürdigt werden. Im Mittelpunkt stehen dabei die Beiträge zu einer nachhaltigen Stadterneuerung. Zudem werden Standards definiert. Nur Projekte, die einem strengen Kriterienkatalog genügen, erhalten die Auszeichnung. Geprüft werden dabei beispielsweise der soziale Nutzen für die Mieter und für die Stadt sowie die Zukunftsfähigkeit der Projekte. Mit Aufwertungsmaßnahmen wie der Anpassung von Grundrissen, dem Einbau von Aufzügen oder der Entwicklung von wohnbegleitenden Dienstleistungen haben viele Wohnungsunternehmen schon frühzeitig auf die Herausforderungen der Bevölkerungsentwicklung im Land Brandenburg reagiert und attraktiven Wohnraum für Familien und ältere Menschen geschaffen.Erneuerung, Abriss und Aufwertung: Verschiedene Seiten einer MedailleIm Mittelpunkt der Stadterneuerung steht die Zukunftsfähigkeit der brandenburgischen Städte. Im Rahmen des Stadtumbaus werden der Abriss dauerhaft nicht mehr benötigten Wohnraums und Aufwertung der bestehenden Wohnungsbestände daher gleichzeitig vorangetrieben.Eigeninvestitionen und LandesförderungIm Rahmen des Stadtumbaus hat das Infrastrukturministerium den Abriss von rund 42.000 Wohnungen mit rund 270 Millionen Euro (Bund-/Ländermittel) gefördert. Die Leerstandsquote konnte so landesweit von 13,1 Prozent auf 11,5 Prozent abgesenkt werden. Die BBU-Mitgliedsunternehmen haben bislang knapp 37.000 Wohnungen abgerissen und sind damit die Hauptträger Stadtumbaus im Land Brandenburg. Zudem haben die brandenburgischen Wohnungsunternehmen seit 1991 mehr als 5,9 Milliarden Euro in die Modernisierung ihrer Wohnungsbestände investiert.Unterstützt werden diese Beiträge durch öffentliche Förderprogramme des Landes:Von 1991 bis 2006 hat das Land Brandenburg im Rahmen der sozialen Wohnraumförderung 142.000 Wohnungen mit 5,1 Milliarden Euro gefördert. Davon waren 18.000 Wohnungen für selbstgenutztes Wohneigentum. 124.000 Mietwohnungen wurden modernisiert, teilweise alten- und behindertengerecht.Seit 2007 hat das Infrastrukturministerium die Wohnraumförderung neu ausgerichtet. Es erfolgt eine Konzentration auf die Innenstädte mit dem Schwerpunkt generationsgerechtes Wohnen. Hierfür wurden bisher für 2.000 Wohnungen 19,5 Millionen Euro bewilligt. Davon fließen rund 6,5 Millionen Euro in die Nachrüstung von Aufzügen.Ergänzt wird die soziale Wohnraumförderung durch die Programme der nationalen Städtebauförderung des Landes und Bundes sowie der Europäischen Union. Seit 1990 flossen in Brandenburger Städte rund 2,5 Milliarden Euro an Landes-, Bundes- und EU-Mitteln, einschließlich des Anteils der Kommunen sind dies rund 3,3 Milliarden.So trägt das Land dazu bei, dass Modernisierungsinvestitionen der Unternehmen in ihre Wohnungsbestände auch für sozial Schwache sowie für alle Altersgruppen und Lebenslagen bezahlbar bleiben.